Open Acccess an der Universität Salzburg

Ziel von Open Access ist es, wissenschaftliche Literatur und wissenschaftliche Materialien für alle Nutzerinnen und Nutzer frei zugänglich zu machen: kostenlos und möglichst frei von technischen und rechtlichen Barrieren.

Die Universität Salzburg hat 2014 die Berliner Erklärung mit der Zustimmung über den Zugang zu offenen Publikationen.

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Die Universität Salzburg sieht es als Ihre gesellschaftliche Verantwortung an, den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literaur zu gewährleisten und ist bemüht die wissenschaftliche Produktion der Universität Salzburg so gut wie möglich frei zugänglich bereitzustellen.

Seit September 2016 haben Studierende und Mitarbeiter der Universität Salzburg Zugriff auf mehr als 2000 Springer-Publikationen. Auch kann man Publikationen von WissenchaftlerInnen der Universität Salzburg kostenlos in 1600 Hybrid-Zeitschriften des Springer Verlages veröffentlichen.

https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=65433

Nun ist hier die Frage ob es sich hierbei nur um open access für Studierende der Universität Salzburg handelt? Bekommen auch Nicht-Studenten Zugang zu diesen Publikationen und können Ihre wissenschaftlichen Arbeiten öffentlich zugänglich machen? Ich habe versucht nach Publikationen über das Thema „open access“ in der Uni-Bibliothek zu suchen, ohne Anmeldung komme ich zu keinen Volltexten. Entweder ich finde diese nicht oder es funktioniert tatsächlich ohne Anmeldung nicht. Handelt es sich hierbei dann tatsächlich um open access?

Gehe ich auf die Startseite der Uni Salzburg und gebe in das Suchfeld „open access“ ein, erhalte ich überraschenderweise Publikationen im Volltext die für alle sichtbar sind.

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Unter dem Reiter „news“ ist jeden Monat ein Artikel veröffenlticht worden.

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Die Artikel sind sehr interessant und behandeln verschiedene Themenbereiche. Schade ist, dass die Artikel meiner Meinung nach kaum ersichtlich sind. Ich wusste nicht, dass es Publikationen des Monats gibt, noch weniger wo ich diese finde. Wie gesagt, man muss schon explizit nach dem Begriff suchen.

 

Feedback Webinar vom 29. Mai 2017

Heute möchte ich ein paar Worte über das stattgefunde Webinar am 29. Mai 2017 über das Thema „virtuelle Mobilität“ äußern.

Kurz zum Ablauf: Professoren der Uni Salzburg mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, Studenten der Uni Salzburg, Professoren der Uni in Schweden und Studenten der Uni Schweden trafen sich am 29. Mai 2017 um 09:00 Uhr online um über das Thema „virtuelle Mobilität“ zu sprechen. Für mich ganz was Neues.

Auch wenn ich quasi mit dem Internet aufgewachsen bin, zu den „digital natives“ gehöre, war es für mich das erste Mal, dass ich an einem Webinar teilgenommen habe. Um ehrlich zu sein habe ich mich zu Beginn nicht ganz wohl gefühlt – die Unwissenheit was auf mich zukommt hat mich ein wenig nervös gemacht. Die ganze Schul- und Unilaufbahn war man es gewöhnt in einem Raum mit den Anderen zu sitzen, vorne der/die Lehrende der uns mehr oder weniger aktiven Schülern/Studenten Sein/Ihr Wissen vermittelt. Beim Webinar war ich mit einer neuen Situation konfrontiert und wusste nicht ganz genau wie agieren, weil ich auch nicht wusste, wie ein Webinar abläuft. Müssen alle etwas sagen, kann man auch per Chat sich äußern, wie wissen die anderen, dass man etwas sagen möchte? Zudem wurde auf Englisch gesprochen – was kein Problem darstellt, doch auf der Uni, musste ich fast nie Vorträge auf Englisch halten, deshalb besteht noch eine größere Hemmschwelle etwas zu sagen. A propos Vorträge halten – gelernt habe ich wie ich in einem gemeinsamen Raum vorne stehe und meine Präsentation halte. Nicht gelernt habe ich, wie ich die Sache online vor Publikum mache.

Frau Prof. Maier-Rabler hat erwähnt, dass auf Hochschulen die Notwendigkeit von Online Kommunikation begriffen werden muss und Universitäten mehr zusammen arbeiten müssen um deren Studenten auf die Arbeitswelt vorzubereiten. In großen Firmen werden tagtäglich Onlinekonferenzen gehalten und der frisch gebackene Absolvent wird erst dann ins kalte Wasser geschmiessen, wenn es heißt: „Morgen Onlinebesprechung, Präsentation vorbereiten und präsentieren.“ Die Studierenden müssen schon in deren Bildungseinrichtungen darauf vorbereitet werden.

Genau aus diesem Grund finde ich es toll, dass ich an dieser Lehrveranstaltung teilneheme. Vor dem Kurs hatte ich noch nie etwas von MOOCs gehört, geschweige an einem Webinar teilgenommen. Ich bin definitiv dafür, dass die Uni Salzburg diesen Kurs auch in Zukunft weiterhin anbieten soll und eine online Zusammenarbeit mit anderen Universitäten stattfinden soll. Denn wie heißt es so schön, Übung macht den Meister. So würden sich die Studenten auch an Webinare gewöhnen und könnten damit leichter umgehen.

Liebe Grüße,

Sanita

Lerntrends im digitalen Zeitalter

Ich habe mich auf die Suche nach Lerntrends gemacht. Im digitalen Zeitalter ist das Lernen aus Büchern und der Gang in die Bibliothek nicht mehr „fame“. Im folgenden Abschnitt habe ich mich gezielt auf Lerntrends konzentriert und möchte 6 Trends vorstellen.
„Neue, effektivere Lern- und Entwicklungsstrategien lösen die klassischen Lernmethoden immer häufiger ab. Insbesondere neue Technologien jenseits von klassischem e-Learning scheinen das Lernen in Organisationen zu beeinflussen.“ (Kletting, Maximilian: 2016: http://www.mtac.de/de/performance-support-blog/trends-im-learning/55-lerntrends-2016)
Folgende 6 Lerntrends möchte ich kurz erklären (lt. Kletting, Maximillian: 2016):
  1. Arbeitsplatzlernen und 70-20-10
  2. Adaptive Learning
  3. Virtual Reality / Virtual Learning
  4. Performance Support
  5. Social Learning
  6. Gamification

 

  1. Das 70-20-10 Modell – Evolution des betrieblichen Lernens (http://www.management-circle.de/personal/702010-modell/)

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2. Adaptive Learning

„Das Lernen mit Computern wird heutzutage häufig mit den Begriffen e-Learning, Computer Based Training oder Web Based Training assoziiert. Diese Lernsysteme bieten dem Nutzer Kurse mit unterschiedlichen Lektionen an, die durchgearbeitet werden können. Hierbei werden die Lerninhalte in Form von Texten, Grafiken und Animationen präsentiert. Der Lernende kann den Ort, die Zeit und die Lerngeschwindigkeit selbst bestimmen. Am Ende wird das Erlernte dann häufig mithilfe eines Tests überprüft.“ (Kletting, Maximillian: 2016)

3. Virtual Reality / Augmented Reality

Die Welt mit neuen Augen sehen.

-> http://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/innovationen-augmented-reality-die-welt-mit-neuen-augen-sehen-/8554884.html

-> „Und das auf durchaus drastische Weise: Menschen liegen verletzt am Boden, andere irren ziellos herum. Rauchschwaden ziehen vorbei. Egal, wohin der Anwender in diesem Szenario blickt, findet er Chaos vor. Das Szenario soll Notärzte auf ihren Einsatz vorbereiten. „Wir simulieren mit dem Programm Großeinsätze wie den Crash von Zügen“, sagt Philipp Slusallek, Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken und Professor für Computergrafik. Die Retter lernen so, Großeinsätze zu koordinieren. Der Vorteil des Programms liegt auf der Hand: Was sonst Hunderte von Statisten benötigte, simulieren Avatare wesentlich kostengünstiger – und drastischer.“ (http://www.wiwo.de/technologie/gadgets/virtual-reality-schneller-lernen-besser-forschen-und-bequemer-konstruieren/10038298-4.html)

4. Performance Support

„Das Konzept von „Performance Support“ zielt darauf ab, den Menschen genau dann mit den relevanten Informationen zu versorgen, wenn er Leistung bringen muss. Also dann, wenn er „Performance“ bringen soll.“ (http://www.mtac.de/de/performance-support-blog/mindset-methoden/52-was-ist-performance-support)

5. Social Learning –> auch MOOCs

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6. Gamification – Serious Games

„Serious Games erfüllen ihren Zweck dann am besten, wenn gelungenes Game-Design und smartes Software-Design zusammenwirken. So entsteht Spiel-Motivation, mit deren Hilfe Lerninhalte effizient und dauerhaft transportiert werden.“ (Kletting, Maximillian: 2016. http://www.serious-games-solutions.de/company/)

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MOOC: Startup-Journey: Geschäftsmodell erstellen

Im folgenden möchte ich Euch einen kleinen Einblick in den MOOC „Starup-Journey: Geschäftsmodell erstellen“ geben:

Der Online Kurs dauert 5 Wochen und läuft über iMooX. Jede Woche werden 2 Videos online gestellt. Der Kurs ist in 4 Module aufgeteilt: 1. Geschäftsmodell – Rahmen entwickeln 2. Kundennutzen identifizieren 3. Erstellung Businessmodell 4. Erfahrungsberichte, Do´s and Dont´s.

Jedes Modul enthält auch ein Quiz – beantwortet man 75% der Fragen richtig, bekommt man eine Teilnahmebestätigung, dass man das Modul absolviert hat. Sind alle Aufgaben positiv abgeschlossen, erhält man eine Teilnahmebesätitung des gesamten Kurses.

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Wie schon erwähnt, werden jede Woche zwei Videos online gestellt. Zusäztlich sind weiterführende Links angemerkt. Weitere Veranschaulichungen mittels Text und Bild sind nicht vorhanden. Die Videos sind interessant und verständlich gemacht, die Theorie wird mittels praktischer Beispiele zum besseren Verständnis veranschaulicht. Die Vortragende in den Videos ist immer dieselbe Person.

Die Videos können jederzeit geöffnet werden, live-Übertragungen finden nicht statt und somit findet auch fast keine Interaktion zwischen den Teilnehmnern/Innen statt.

Klickt man auf den Reiter „Forum“ sieht man, dass nur eine Person eine Frage gestellt hat und der Moderator darauf geantwortet hat. Weiter Interaktionen sind nicht vorhanden.

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Im Gegensatz zum ersten Kurs „The story of fake news“ bin ich von diesem Kurs ein wenig enttäuscht. Die Videoinhalte sind zwar interessant gestaltet worden und inhaltlich informativ, jedoch kommt man sich vor als würde man alleine den Kurs belegen. Ohne Interaktion mit anderen Kursteilnehmern macht das ganze nur halb so viel Spaß – wenn überhaupt. Ich hätte es gut gefunden, dass es eine bestimmte Uhrzeit gegeben hätte wann der Kurs anfängt und sich die Teilnehmer vorstellen hätten müssen und evtl. kleine Gruppe gebildet und die Gruppe dann zusammen ein Geschäftsmodell hätte erarbeiten müssen. In der Zeit in der man online ist, zusammen Ideen sammeln und ein Modell erstellen

Im Reiter „Über“ wird noch einmal detailliert erklärt um was es bei dem Kurs geht.

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Vorgestellt wird noch einmal der Kursinhalt, die Lernziele, der Ablauf die Kursleitung und es wird auh darauf hingewiesen, dass man eine Teilnahmebestätigung erhalten kann.

Wie bereits geschrieben bin ich nicht so sehr von dem Kurs begeistert. Videos wie ich ein Geschäftsmodell erstelle finde ich tausende auf YouTube. Mir fehlt hier eindeutig die Community die einen motiviert am Kurs dran zu bleiben.

https://imoox.at/wbtmaster/courseMooc.htm?ggarage2016

Liebe Grüße,

Sanita

PR für MOOCs – Universitäten und Unternehmen

  1. MOOCs als PR für Universitäten? Welche (Kommunikations-)Ziele verfolgen Universitäten mit dem Angebot von MOOCs?

Mysterium MOOCs

Jutta Pauschenwein, 5. November 2016

E-Learning oder Online-Lernen verunsichert viele Lehrende, weil sie die Studierenden nicht mehr face-to-face beobachten und unterstützen können. Sogenannte Massive Open Online Courses – kurz: MOOCs –, die Wörter wie Online, Offenheit oder Massen von Lernenden im Namen tragen, verstärken die Befürchtung, dass Lernprozesse unkontrolliert und außerhalb von Schule und Hochschule stattfinden.

Fakt ist jedoch auch, dass wir heute alle im Netz lernen und die vielfältigsten Plattformen, unter ihnen auch MOOCs, nützen. Unbemerkt erwerben wir so lebenslang neue Kompetenzen.

Es war einmal…

2005 formulierte der kanadische E-Learning-Guru George Siemens den Lernansatz des Konnektivismus und behauptete, dass Netzwerken und Online-Lernen unsere Lernräume vollständig verändern werden. 2008 bot der Kanadier gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen den ersten MOOC zum Thema „Konnektivismus“ an. 2011 entdeckten amerikanische Elite-Universitäten das Potenzial von MOOCs und sprachen mit ihrem Angebot hunderttausende Lernende an. Seither entfaltet sich die Fülle des Angebots und auch die kritische Auseinandersetzung mit MOOCs nimmt zu.

Sich mit MOOCs beschäftigen

Seit Langem ist das Team des „ZML – Innovative Lernszenarien“ der FH JOANNEUM auf unterschiedliche Weise in MOOCs involviert. Einerseits wurde begeistert in einer internationalen Community zu Themen wie Creativity, Social Network Analysis, Moodle oder Comics gelernt. Andererseits entwickelte das ZML mit den Studiengängen „Business in Emerging Markets“, „Informationsdesign“ und „Journalismus und Public Relations (PR)“ die cope-MOOCs bei denen sich Studierende der FH JOANNEUM mit Lernenden aus über 30 Ländern zu Themen der globalen Zusammenarbeit austauschten.

In Diskussionsveranstaltungen, Workshops, Online-Kursen und am E-Learning Tag wird das Thema MOOC mit unterschiedlichen Zielgruppen jedes Jahr weiter vertieft und führt zu einem profunden und facettenreichen Wissen über diese Form des gemeinsamen Online-Lernens. Faszinierte fragen sich dann oft, ob sie nicht selbst einen MOOC entwickeln und anbieten könnten.

https://fh-joanneum.at/blog/mysterium-moocs/

Website statt Hörsaal: Die bunte Welt der Fernlehre

Die Angebote für Fernstudenten werden immer breiter, die Art zu lernen vielseitiger. Doch der Kampf um die Onlinestudenten fordert auch Opfer. Vor allem seit selbst Harvard kostenlos ist.

 

Vom Bett aus zum Studienabschluss: Onlinelehre liegt immer noch im Trend. Bild: SN/fotolia/daviles

Vom Bett aus zum Studienabschluss: Onlinelehre liegt immer noch im Trend.

Hannes Klöpper, Mitgründer von Iversity: „Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.“ Bild: SN/inversity

Hannes Klöpper, Mitgründer von Iversity: „Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.“

Harvard ist nach wie vor die renommierteste Universität der Welt. Entsprechend anspruchsvoll sind die Aufnahmebedingungen. Wer dort studieren will, wo auch Barack Obama, Tommy Lee Jones oder Bill Gates studiert haben, braucht einen exzellenten Notenschnitt und Empfehlungen seiner Professoren. Der Interessent muss ein Motivationsschreiben und eine offizielle Bewerbung vorlegen. Und als Nichtamerikaner müssen zumindest drei Aufnahmetests absolviert werden. Oder man steuert die Onlineplattform edX.org an. Gezählte fünf Klicks später lernt man in Harvard die Grundzüge der Bioethik oder wie sich der Buddhismus über seine heiligen Schriften selbst definiert. Kostenlos.

Massive Open Online Course (MOOC) nennt sich der Trend. In den freien Onlinekursen wird Wissen auf ansprechende und meist interaktive Art vermittelt. Die MOOCs gibt es bereits seit Jahren. Vor allem amerikanische Universitäten gelten als Vorreiter. edX.org wird etwa von Harvard selbst betrieben, unterstützt vom Massachusetts Institute of Technology, dem MIT. Dahinter steht ein einleuchtendes Konzept: Studenten bekommen kostenlos Lehre auf Topniveau. Die Universitäten machen hingegen Werbung für ihre Lehrgänge – und verdienen sogar noch ein paar Dollar, indem sie Teilnahmebestätigungen ausstellen.

Iversity.org stand kurz vor der Insolvenz

Auch die deutsche Plattform Iversity.org baut auf dasselbe Prinzip. Jedoch mit weitreichender Basis: „Bei uns bieten nicht nur Hochschulen Kurse an“, beschreibt Iversity-Mitgründer Hannes Klöpper. Die Vereinten Nationen, der WWF, die EU oder Privatunternehmen gehören ebenso zu den Anbietern. Auch das Finanzierungsmodell ist breiter angelegt. Neben den kostenlosen Kursen samt bezahlten Abschlusszeugnissen gibt es kostenpflichtige Angebote. Und die Kursanbieter müssen demnächst dafür zahlen, dass sie die Seite nutzen können.

Doch es ist nicht alles Gold, was in der Onlinewelt glänzt. Vor Kurzem wurde bekannt, dass Iversity in die Insolvenz geschlittert ist. Immerhin kam schon wenige Tage später die Meldung, dass die Pleite abgewendet wurde. „Unsere beiden Hauptgesellschafter haben ihre Tätigkeit eingestellt“, sagt Klöpper. Dank eines neuen Investments des Holtzbrinck-Verlags sei man nun aber „zurück in sicherem Fahrwasser“.

Das Beispiel Iversity schreckt andere Anbieter von Onlinelernangeboten nicht ab. Im Gegenteil. Silvia Ettl-Huber fühlt sich durch das Exempel sogar bestärkt. Ab November bieten die studierte Kommunikationswissenschafterin und ihr Team den österreichweit ersten Onlinestudiengang „Crossmediale Marketingkommunikation“ an. Das Beispiel Iversity zeige, dass es nach hinten losgehen könne, wenn Onlinebildung völlig kostenlos angeboten werde. „Da kann es halt passieren, dass es die Institution oder die Plattform von heute auf morgen nicht mehr gibt“, sagt Ettl-Huber. Deshalb ist sie überzeugt, dass die 8900 Euro gerechtfertigt sind, die sie für das Studium veranschlagt hat. Zumal ihr Studiengang im Gegensatz zum MOOC-Konzept nicht nur Teilnahmebestätigungen, sondern einen Masterabschluss zu bieten hat. „In zwei bis vier Semestern liefern wir ein umfassendes Marketingkommunikations-Studium, von der PR bis zur Werbung.“

Die Kritik am Konzept Fernlehre

Die Kritik, dass bei Fernlehre einige Kernideen des Studiums verloren gehen, wie der Wissensaustausch oder der Netzwerkgedanke, lässt die inhaltliche Leiterin des Lehrgangs nicht gelten. Moderne Fernlehrekonzepte würden nicht mehr nur aufgezeichnete Videos bieten. Sie würden etwa aus einer Mischung aus Live-Videokonferenzen, digitalen Übungseinheiten und Onlineaustausch bestehen. „Wir schreiben für jedes Modul Drehbücher und keine Skripte“, ergänzt Ettl-Huber. Und wer sich darüber hinaus von Angesicht zu Angesicht austauschen möchte, könnte an Alumni-Treffen teilnehmen, die mindestens vier Mal pro Jahr stattfinden.

Erich Müller ist dennoch der Meinung, dass Fernlehre die Anwesenheit an Universitäten nicht ersetzen kann. 100 Prozent externe Lehre sei „weit weg vom Optimum“, sagt der Vizerektor für Lehre an der Uni Salzburg. „Es geht heutzutage stark um die erworbenen Kompetenzen. Und durch die Face-to-Face-Interaktion werden viele zusätzliche Kompetenzen vermittelt, zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit.“ Müller ist ein Befürworter von begleitendem E-Learning. Grundlagenvorlesungen würde er komplett digital zur Verfügung stellen und die anschließende Lehrveranstaltung „nur noch nutzen, um über die Inhalte zu diskutieren“. Zudem ist Müller der Ansicht, dass Fernlehrekonzepte vor allem in solchen Ländern Sinn machen, in denen die Qualität der Vor-Ort-Lehre nicht gegeben ist.

Nanoabschlüsse auf Udacity

Darauf setzt etwa die Plattform Udacity, eine private Onlineakademie, die vom früheren Google-Vizepräsidenten Sebastian Thrun gegründet wurde. Für einen Monatsbeitrag von 200 Euro kann man sogenannte Nanostudienabschlüsse erwerben, vor allem in technischen Studiengängen. Bereits 2014 soll Udacity rund drei Millionen Studenten angezogen haben. Doch in der Onlinewelt sind Studenten nicht gleich Studenten. Die kostenlosen MOOCs sollen nur fünf bis zehn Prozent der Teilnehmer wirklich abschließen. „Das kann man so nicht stehen lassen“, sagt Iversity-Gründer Hannes Klöpper. Man dürfe nicht jeden zählen, der ein Mal auf einen Kurs klickt. „Viele haben gar nicht die Intention, den Kurs fertig zu machen. Ich glaube nicht, dass 90 Prozent frustriert aufhören. Ich glaube vielmehr, dass nur zehn Prozent motiviert anfangen.“ Und allein mit diesen zehn Prozent könne man gut arbeiten. Das Potenzial der Onlinelernwelt sei nach wie vor groß: „Das Ende der Fahnenstange ist mit Sicherheit noch nicht erreicht.“

http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/website-statt-hoersaal-die-bunte-welt-der-fernlehre-209035/

2. Machen auch andere Unternehmen, deren Auftrag nicht Bildung ist (z.B. Hersteller von Küchengeräten usw…) Online-Bildungsangebote zu PR-Zwecken, Audience-Engagement, Kundenbindung

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Google bietet über Udacity ein Scholarship Programm an. Belegt man deren Kurse ist die Wahrscheinlichkeit höher eine Stelle bei diesem Unternehmen zu bekommen. Auch andere Big Player bieten deren Kurse über Udacity an – vor allem Firmen die Personen in der IT-Branche (Programmierer, usw.) benötigen. Die Belegung dieser Kurse kann das Sprungbrett zur Karriere sein.

Wie können MOOCs bildungsferne Schichten erreichen?

Eine Antwort auf diese Frage zu geben ist gar nicht so einfach. Literatur dazu findet man schwierig und Google gibt auch keine wertvollen Tipps wie die Betreiber von MOOCs die bildungsferne Bevölkerungsschicht erreichen kann.

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht nur darin, dass MOOCs in der bildungsfernen Gesellschaft nicht genutzt werden, sondern vielmehr darin, dass die Bekanntheit von MOOCs allgemein bei der Bevölkerung eine sehr geringe Bekanntheit hat. Hätte ich diese LV nicht besucht, wüsste ich auch nicht, dass Online Kurse schon so im Kommen sind und man sich auch so weiterbilden kann. Meiner Meinung nach ist die Gesellschaft noch nicht so weit, dass Bildung auch außerhalb der 4 Wände einer Bildungseinrichtung geschehen kann. Erst wenn es zu einem Umdenken in der Bevölkerung kommt, kann auch die bildungsferne Schicht erreicht werden und davon profitieren.

Die Schwierigkeit besteht genau darin – wie kann es zu einem Umdenken kommen, dass die Gesellschaft über MOOCs Bescheid weiß und diese auch nutzt?

Lösungen dafür zu finden wird meiner Meinung nach noch eine Weile dauern.

Meine Vorschläge wären:

  • Werbung auf den Social Media Kanälen
  • Aufklärung in Schulen / Universitäten
  • Kooperation mit Weiterbildungseinrichtungen (WIFI,BFI) und dem AMS, Bundesministerium für Bildung -> Projekte
  • Infostände in Einkaufszentren, auf Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen

Folgenden Beitrag habe ich dazu gefunden:

http://erwachsenenbildung.at/downloads/service/materialien-eb_2006-1_11472_PDFzuPublD107.pdf

Lebensbegleitende Bildung für alle?
„BiKoo macht Lust auf Bildung!“
Das Jahr 1996 wurde von der Europäischen Union
zum „Europäischen Jahr des lebensbegleitenden Lernens“ erklärt. Ziel war – und ist nach wie vor – die Förderung der lebenslangen allgemeinen und beruflichen Bildung. Es besteht jedoch die Gefahr, dass das lebensbegleitende Lernen vor allem als Aufforderung zur stetigen beruflichen Weiterbildung im Sinne der Weiterqualifizierung interpretiert und zu einer normativen Erwartung wird, sowie dass bestehende Benachteiligungen und Ungleichheiten laufend potenziert werden – frei nach dem Motto: „Wer hat, dem wird gegeben!“ Wer keine ausreichende Grund- oder Basisbildung hat, möglicherweise funktional illiteral ist und über niedrige berufliche Qualifikationen verfügt (un- bzw. angelernte Tätigkeiten, Einfacharbeitsplätze), bleibt von den Angeboten der Erwachsenen- und Weiterbildung, insbesondere der beruflichen Weiterbildung, weitgehend ausgeschlossen und ist von (weiterer) sozialer Exklusion (u.a. Verlust des Arbeitsplatzes, Langzeitarbeitslosigkeit) bedroht.
Grundbildung schafft die Voraussetzungen zur Teilnahme an weiteren Bildungsangeboten:
Wer über eine gute, weil ausreichende Grundbildung verfügt, kann aus bestehenden
Bildungsangeboten auswählen, an institutionalisierten Bildungsprozessen der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung erfolgreich partizipieren und auch selbstgesteuert lernen. Bildung erhöht die Chance für Beschäftigung und ist auch als ein Beitrag zur Teilhabe an der Gesellschaft zu sehen. Bildungsbenachteiligte bzw. bildungsferne Zielgruppen rücken langsam in das Zentrum der nationalen bildungspolitischen Aufmerksamkeit. Die OECD schlägt in ihrer „Thematic Review
on Adult Learning“ (2004) für Österreich vor, Programme zur Vermittlung von „Basic Literacy“ bzw. „Basic Skills“ weiter auszubauen und adäquate Lehr- und Lernmethoden gerade auch auf diesem herausfordernden Gebiet zu entwickeln.
Die BiKoo – Bildungskooperative Oberes Waldviertel setzt als Social-Profit-Organisation ihre Aktivitäten in diesem Bereich, wobei die BiKoo die Bezeichnung „bildungsfern“ kritisch aus der Perspektive der Betroffenen betrachtet. (Seite 7)
Ziel der BiKoo ist es, „Lust auf Bildung“ zu machen und somit den Einstieg in das lebens-
begleitende Lernen, insbesondere durch die Schaffung von Anschlussmöglichkeiten an
bestehende Bildungseinrichtungen, zu ermöglichen. Dass hier nicht dem gesellschafts-
und arbeitsmarktpolitischen „Verwertbarkeitskeitsparadigma“
das Wort geredet wird, ist dem sehr differenzierten Bildungsverständnis der BiKoo, in dem die allgemeine, berufliche und auch politische Bildung als zusammengehörig und Bildung somit als ganzheitlich und emanzipatorisch verstanden wird, zu verdanken.
Die aktuelle OECD-Länderprüfung zur Erwachsenenbildung schlägt für Österreich eine
Erweiterung des Angebotes an Kursen für bildungsbenachteiligte (bildungsferne) Schichten vor. Bemerkt wird, dass eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Problem fehlender bzw. unzureichender Grund- oder Basisbildung weiterhin notwendig ist. Vor allem für Bildungsbenachteiligte bzw. Bildungsferne werden adäquate Ansätze der Vermittlung und der Lehre nahegelegt. Gefordert werden außerdem die Förderung und Absicherung der nichtberuflichen Erwachsenenbildung (vgl. zum OECD-Bericht Schneeberger/Mayr 2004: 101–113). (Seite 16)
Liebe Grüße,
Sanita

 

Motivationsfaktor – persönliche Geschichte

Heute möchte ich einen kurzen Beitrag zum Thema „Motivationsfaktoren für MOOCs“ posten. Ich berichte über eine persönliche Erfahrung und möchte diese mit euch teilen.

Wie der Zufall so möchte habe ich meiner Arbeitskollegin über die Lehrveranstalung „MOOC“ erzählt, worüber der Kurs handelt und was wir machen. Ich dachte, dass sie mit dem Begriff MOOC nicht viel anfangen kann und wollte ganz stolz erklären, wofür das Kürzel steht und dass es tolle Online-Kurse gibt. Sie hat mich auch erzählen lassen und dann gemeint, dass sie schon über 4 Monate an einem Online-Kurs teilnimmt. Sie hat mir erzählt, dass der Kurs ein halbes Jahr dauert und ein halbes Vermögen kostet – genauer gesagt über € 2000.

Wieso nimmt jemand an einem Online-Kurs teil, der a) so viel kostet und b) so lange dauert und c) gar nichts mit deren jetzigen Beruf zu tun hat? Welche Motivation steckt dahinter?

Auf die Antworten war ich sehr gespannt und ich bin mir sicher, ihr seid es auch 😉

Meine Arbeitskollegin und ihr Ehemann belegen beide einen Programmierkurs der von Google erstellt und angeboten wird. Wird der Kurs innerhalb eines halben Jahres positiv abgeschlossen bekommt man die Hälfte der Kursgebühren rückerstattet. Natürlich möchten beide den Kurs innerhalb dieser Frist abschließen, doch wieso gibt man so viel Geld aus für einen Kurs, ohne „großartigen“ Abschluss? Als ich die Antwort zu hören bekam, war es logisch. Meine Arbeitskollegin und Ihr Ehemann möchten in die USA ziehen (ihr Ehemann ist Amerikaner, wer wandert sonst in die USA aus 😉 Da Google die Kurse zur Verfügung stellt, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher einen Job zu bekommen, wenn man deren Kurse belegt hat. Somit hat man sozusagen das Traineeprogramm schon abgeschlossen und kann direkt in deren Arbeitswelt einsteigen. Meine Arbeitskollegin meinte, dass wenn sie beide 2-3 Kurse abschließen, sie fix eine Stelle bei Google bekommen. Ob dies nun der Wahrheit entspricht, kann ich nicht sagen, aber dass die Jobchancen höher sind, kann ich mir sehr gut vorstellen und dass man dann motiviert ist an MOOCs teilzunehmen, verstehe ich auch.

Neben Google gibt es noch mehr „big player“ die Online-Kurse anbieten – Mercedes, BMW, Apple, usw. Also liebe Leute wenn ihr genügend Kleingeld habt, dann könnt auch ihr bei den ganz GROßEN dabei sein 🙂

Liebe Grüße,

Sanita