Bildung als globaler Markt: Veränderungen und Probleme

Durch die globale Vernetzung wurde es möglich, dass Bildungsangebote Landesgrenzen überschreiten konnten. Somit sind Bildungsangebote heute nicht mehr an bestimmte lokale Standorte gebunden, wodurch Lehrinhalte über dutzende Kilometer und über mehrere Kontinente hinweg vermittelt werden können.
Damit konnte der globale Markt räumliche Beschränkungen überwinden, jedoch nicht ganz ohne Probleme:

Online-Bildungsangebote, die live vermittelt werden, sind, wenn sie über Distanz vermittelt werden dem Problem der Zeitverschiebung ausgesetzt: „Viele Nutzer leben auf der Südhalbkugel, die Betreiber auf der Nordhalbkugel, weshalb eine Gruppe wach bleiben muss, um in Echtzeit miteinander zu sprechen.“ (Becker/Rojas 2014: o.S.)
Ebenso fraglich ist es zudem, ob online Prüfungen abgelegt werden können, deren Gültigkeit überprüft werden kann und ob die abgeschlossenen E-Learning Kurse jemals gleichwertig behandelt werden, wie andere Bildungsabschlüsse.
Insbesondere interessant finde ich diesbezüglich den Aspekt einer Motivationsüberwachung, welcher möglicherweise als Reaktion auf die autonome Wissensaneignung, die mit E-Learning Angeboten wie MOOCs verbunden ist, folgen könnte: Die aktuelle Konzeption von MOOCs ist für die Menschen ausgelegt, welche die Motivation aufbringen, sich selbst Wissen anzueignen. Hierbei stellt sich die Frage, wie auch jene Menschen Erfolge erzielen können, die nicht für diese isolierte Form des Lernens ‚gemacht‘ sind. So könnten durch die neuen technischen Möglichkeiten etwa Gesichtserkennungssoftwares eingesetzt werden, um das Aufmerksamkeitslevel der MOOC-TeilnehmerInnen festzustellen. Ebenso denkbar wäre ein direktes Feedback durch Emoticons oder die „Adaption der Lerninhalte nach detaillierter Identifikation von Emotionen (Freude, Angst etc.).“ (Ebd.: o.S)
Welche dieser unendlichen technischen Möglichkeiten sich tatsächlich etablieren werden ist fraglich, fest steht allerdings: Mit dem Einsatz solcher und ähnlicher Anwendungen ist es möglich, den psychischen Zustand der TeilnehmerInnen über große Distanz hinweg maschinell zu ermitteln (vgl. ebd.: o.S.). Somit entfallen weitere Probleme, welche noch zwischen den örtlichen Distanzen stehen, über diese hinweg Bildungsangebote nun vermittelt werden.

Quelle: Matthias Becker, Matthias/ Rojas, Raúl (2014): MOOCs statt Hörsaal (Telepolis): Der Unterricht im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit: Heise.

 

Virtual Mobility

Vitual mobility can be defined as „The use of information and communication technologies (ICT) to obtain the same benefits as one would have with physical mobility but without the need to travel.“ (Bijnens/Boussemaere/Rajagopal/Op de Beeck/Van Petegem 2006 : 5)

There are lots of different platforms that provide virtual mobility. One of them is UNICollaboration: http://uni-collaboration.eu/, which supports “university educators and mobility coordinators to organise and run online intercultural exchanges for their students.“ (Unicollaboration o.J. a: o.S.)

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„The aim of the project is to raise awareness of the advantages of telecollaboration as a tool for virtual mobility in foreign language education among students, educators, student mobility coordinators and (senior) managers at university level.” (UniCollaboration o.J. b: o.S)
The platform allows students from different countries to work together on collaborative projects, by using different online communication tools. Beside the possibility to learn more about the actual topic, it helps students to improve their language skills and to learn about other cultures.
By using UniCollaboration, University-teachers can connect with other teachers (out of 979 registered users), who are located at any place in the world and who are interested to work together (vgl. Unicollaboration o.J. a: o.S.).
All in all I think that it seems to a very interesting project, that’s probably worth a try (vgl. Unicollaboration o.J. a: o.S.).

Sources:

Bijnens, Helena/Boussemaere, Machteld/Rajagopal, Kamakshi/Op de Beeck, Ilse/Van Petegem, Wim (2006): european cooperation in education through virtual mobility. A best- practice manual. Online unter http://www.virtualschoolsandcolleges.eu/images/9/9b/BM_handbook_final.pdf (25.05.17).

UniCollaboration (o.J.)a: Welcome. Online unter http://uni-collaboration.eu/ (25.05.17).

UniCollaboration (o.J.)b: The INTENT consortium. Online unter http://uni-collaboration.eu/node/544 (25.07.17).

 

360 Grad-Videos als Bestandteil von MOOCs?

Nach den vielen Erfahrungsberichten in unserer Lehrveranstaltung zufolge, in der die verschiedensten MOOCs von den unterschiedlichsten Websites getestet wurden, bestehen MOOCs derzeit noch großteils aus Text-Video-und Audiomaterial, sowie aus Webinaren und Forendiskussionen.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie sich die Gestaltung von MOOCs durch den technischen Fortschritt zukünftig entwickeln könnte und ob bereits mit den neuen Möglichkeiten experimentiert wird.
Ich habe mich diesbezüglich näher mit Virtual Reality-Videos bzw. der 360 Grad-Video-Technologie befasst und bin zu den folgenden Erkenntnissen gekommen:

Es wird angenommen, dass VR-Technologien zukünftig zunehmend als Bestandteil von Online-Learning-Technologien eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um „die digitale Abbildung einer interaktiven, realitätsnahen Umgebung“ (Edukatico o.J. a: o.S.), die es der / dem UserIn erlaubt, die digitale Welt noch intensiver und realistischer zu erleben.

VR-Videos können in 3 verschiedene Kategorien geteilt werden, die es der/dem NutzerIn ermöglichen, unterschiedlich ‚stark’ in die digitale Welt einzutauchen:

  1. Immersionseffekt
    „Bei diesen Videos geht es vor allem darum, über den grundlegenden 360-Grad-Effekt das Gefühl des Eintauchens in das Lernerlebnis zu erzeugen (=Immersion).“ (Ebd.: o.S.)
  2. Raumeffekt
    „Bei den Raumeffekt-Videos „bewegt“ sich der lernende Nutzer im Raum.“ (Ebd.: o.S.)
  3. Animationseffekt
    „Die Animations-Videos sind aufwändiger produziert und transportieren den Nutzer (anders als die 360 Grad-Filme real existierender Orte) in eine künstlich geschaffene digitale Umgebung.“ (Ebd.: o.S.)

Es ist beobachtbar, dass solche Angebote häufig nachhaltiger und schneller von den SchülerInnen bzw. StudentInnen aufgenommen werden können. Aus diesem Grund experimentieren Bildungseinrichtungen derzeit mit VR-Technologien, wie etwa die Universität Harvard, an der bereits 3D-Vorlesungen angeboten werden (Siehe: https://www.edukatico.org/news/virtual-reality-lehre-harvard-startet-oeffentliche-3d-vorlesung).

Derzeit ist der Bestandteil von VR-Videos in MOOCs noch als eine Ausnahme zu betrachten. Da sich die Technologie noch im Anfangsstadium befindet, kann noch nicht erwartet werden, dass diese hochqualitativ und kostenlos zur Verfügung stehen können.
VR-Technologien werden jedoch zunehmend kostengünstiger, weshalb anzunehmen ist, dass diese von Bildungseinrichtungen vermehrt integriert werden (vgl. ebd.: o.S.).
So hat die österreichische Website iMoox, von der Universität Graz, im März 2017 bereits den ersten MOOC mit VR-Technologie angeboten. Es handelt sich dabei um einen Online-Kletterkurs, der aus 360-Grad-Videos besteht. Dieser ist auch aktuell noch verfügbar: http://imoox.at/wbtmaster/startseite/klettern.html
Der Begründer des Kurses, der Lehramtstudent Michael Gänsluckner, berichtet davon, dass der Kurs auf große Begeisterung bei den TeilnehmerInnen gestoßen ist:
„Etwa 90% der Teilnehmer beurteilten die 360° Videos des Kurses als „viel besser“ oder „besser“ im Vergleich zu normalen Videos, nur 10% gaben dazu ein neutrales Feedback. Die Teilnehmer beschreiben außerdem, dass durch die 360° Videos völlig neue Einblicke möglich waren und durch die interaktive Wiedergabe der Videos die Lernmotivation gesteigert wurde.“ (Edukatico o.J. b: o.S.)
Weiters erzählt er in einem Interview, dass er großes Potential in der VR-Technologie sieht und sich sicher ist, dass diese zukünftig vermehrt in Bildungsangeboten Anwendung finden wird (vgl. ebd.: o.S.).

Wer sich noch weiter über die Thematik informieren will, den interessiert vielleicht der Vortrag von Jeremy Bailenson (Universität Stanford) zum Thema ‚How Virtual Reality will Transform Online Learning’: https://www.youtube.com/watch?v=JfbVg41mDV0&feature=youtu.be

 

Quellenangabe:

Edukatico (o.J.) a: Virtuelle Realität: So sieht digitale Bildung mit 360 Grad – Videos aus. Online unter https://www.edukatico.org/report/virtuelle-realitaet-so-sieht-digitale-bildung-mit-360-grad-videos-aus (17.05.17).

Edukatico (o.J.) b: Erster 3D-MOOC: 90% der Teilnehmer sehen die 360 Grad-Videos positiv https://www.edukatico.org/news/erster-3d-mooc-90-der-teilnehmer-sehen-die-360-grad-videos-positiv (17.05.17).

Welche Ziele verfolgen Universitäten mit dem Angebot von MOOCs?

Warum werden MOOCs überhaupt angeboten? Was wollen Universitäten damit erreichen?
Ich habe dazu einen Online-Artikel von Chris Dellarocas gelesen, dem Direktor der „Digital Learning Initiative“ (Dellarocas 2015: o.S.) von der Universität Boston.
Der Artikel stellt verschiedene Strategien vor, die erklären, warum MOOCs in dem Lehrangebot von Universitäten integriert werden:


MOOCs als PR-und Marketing-Strategie:
Nicht nur die globale Reichweite der MOOCs, sondern auch diesbezügliche Medienberichte und ähnliches, können sich positiv auf die Reputation von Universitäten auswirken, welche diese MOOCs betreiben. In diesem Zusammenhang wird angenommen, dass Universitäten durch MOOCs mehr Studierende gewinnen können, was allerdings noch nicht eindeutig bewiesen ist.


Traditionelle Lehrmethoden modernisieren → Förderung von Flexibilität:
MOOCs eignen sich dafür, um traditionelle Lehrmethoden durch „Active Learning“ (Dellarocas 2015: o.S.) zu modernisiern. Somit könnten MOOCs zu einem „textbook of the future“ (Ebd.: o.S.) in einem „flipped classroom“ (Ebd.: o.S.)-Modell werden, innerhalb diesem den StudentInnen ein abwechslungsreicheres und flexibleres Lehrprogramm geboten wird. Universitäten reagieren damit auf die Forderungen der Studierenden des 21. Jahrhunderts, welche sich zunehmend flexiblere und modernere Lehrmethoden wünschen (ortsunabhängiger Zugriff auf das Lehrmaterial, Lernen von Zuhause aus etc.). Durch die Integration von MOOCs, kommen die Universitäten den StudentInnen entgegen, wobei sie neue StudentInnen von der Universität begeistern – und bereits Studierende weiterhin an diese binden können.


Alumni-Strategie:
Zudem kann hinter dem Anbieten von MOOCs eine Strategie stecken, die darauf abzielt, AbsolventInnen auch nach ihrem Abschluss an die Universität zu binden. Es ist daher eine neue Weiterbildungs-Möglichkeit, für diese (wie sich gezeigt hat) auch die Bereitschaft besteht, zu bezahlen.


MOOCs als (vorerst) kostenloses Schnupperangebot → Werbung für kostenpflichtige Angebote:
Des Weiteren können MOOCs eine Art ‚kostenloses Schnupperangebot’ darstellen. Die kostenfreie Vorstufe für Programme und Tutorien von Universitäten, dient dazu, um TeilnehmerInnen für diese kostenpflichtigen Angebote zu gewinnen.


Förderung des pädagogischen Fortschritts → Erkunden des digitalen Lernens:
Ein weiterer Grund für das Anbieten von MOOCs durch Universitäten ist, dass dadurch wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung von neuen digitalen Lehrmethoden gewonnen werden können. Hierbei werden MOOCs als eine Art ‚pädagogisches Experiment’ gesehen, das wiederum dazu beitragen kann, um die Lehrmethoden der Universität zukünftig zu modernisieren und sie auf die veränderten Wünsche der Studierenden anzupassen (vgl. Dellarocas 2015: o.S.).


Quelle:
Dellarocas, Chrysanthos (2015): MOOC Strategies for Residential Universities. Online unter: http://www.bu.edu/dli/2015/01/21/mooc-strategies-for-residential-universities/ (10.05.17).

Wie können die Betreiber von MOOCS bildungsferne Schichten erreichen?

Bisher konnten MOOCS noch keine breiteren Schichten erreichen. Bei den TeilnehmerInnen handelt es sich daher vor allem um Menschen, die eine akademische Bildung aufweisen (vgl. Fischer 2015: 8).

Bei den bildungsfernen Schichten handelt es sich wohl um die Zielgruppe, die am meisten von den MOOCS profitieren könnte. Das Problem dabei: viele wissen gar nicht, dass MOOCS existieren.
Zu Beginn dieses Kurses wusste auch ich nicht genau, was MOOCS sind und wie viele Angebote es hierfür schon gibt. Auch viele andere aus meinem Freundes-und Familienkreis, denen ich über diesen Kurs erzählt habe, wussten nicht über MOOCS bescheid. Das ist meiner Meinung nach das größte Problem: Menschen müssen zuerst darüber informiert werden, dass es MOOCS gibt. Dann können auch bildungsferne Schichten erreicht werden.

 

Doch welche Wege gibt es dafür? Hier sind meine Ideen:

*Werbung über Social Media

*Zusammenarbeit mit Bildungsberatungsstellen / mit Medien, die über Angebote der MOOCS informieren

*Werbung in diversen Medien

*Verteilung von Informationsmaterial (Flyer)

*Informationsverbreitung an Bildungseinrichtungen

*Aufforderung an die Teilnehmenden, ihre Fortschritte / abgeschlossenen MOOCS etc. auf sozialen Netzwerken zu teilen

*Infotische mit Kurzberatung in Einkaufszentren, auf Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen bzw. Einrichtungen

*Verteilung von Gegenständen mit der Adresse der Website (Kugelschreiber etc.)

*Verteilung bzw. Aufhängen von Werbung in Freizeitclubs, wie zB. Sportclubs

*Veranstaltungen / Wettbewerb etc. sponsern, um den ‚Namen’ des MOOC-Betreibers bekannt zu machen

*Ansprache durch freiwillige StudentInnen

 

Quelle:

Fischer, Gero (2015): Die auffällig verdächtige Begeisterung für MOOC & Co: Universitäre Lehre zwischen Austerität und Marktinteressen. Online unter https://slawistik.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/inst_slawistik/Fachdidaktik/Die_auff%C3%A4llig_verd%C3%A4chtige_Begeisterung_f%C3%BCr_MOOC_u.pdf (30.04.17).

Childhood in the Digital Age: Fazit und Motivationsfaktoren

Link: https://www.futurelearn.com/courses/childhood-in-the-digital-age

Woche 3:

Die dritte Woche des Kurses befasste sich mit dem Thema „Learning to think in a digital age.“ Hierbei geht es darum, wie Technologien (zum Beispiel Videospiele) Denk-und Lernprozesse beeinflussen, wobei sowohl positive, als auch negative Aspekte berücksichtigt werden.

Kurz nachdem ich mit den Inhalten der dritten Woche gestartet hatte, bekam ich eine E-Mail von Futurelearn mit folgendem Inhalt:

„Congratulations! You’ve now comlpeted over half the steps on Childhood in the digital Age. That means you’re eligible to buy a Statement of Participation – a collectable printed and online record to show that you’ve taken part in this course.“

Futurelearn erlaubt es also, dass man sich, obwohl man den Kurs noch nicht einmal abgeschlossen hat, ein Zertifikat kaufen kann. – Um 34 Pfund kann man sich also eine personalisierte Teilnahmebestätigungen kaufen, ohne dass man theoretisch etwas dafür gemacht haben muss – ich habe nämlich, nach dem Erhalt dieser E-Mail, ausprobiert, ob es möglich ist, Aufgabengebiete zu überspringen und diese als „Complete“ zu markieren – ohne jegliche Probleme. Das ist für mich ein großer Kritikpunkt!

Woche 4:

Die letzte Woche meines MOOCS behandelte schließlich das Thema „The future of childhood education.“ – Theoretisch hätte ich diese gar nicht abschließen müssen, da ich das Zertifikat ohnehin schon „in der Tasche“ hatte.

Trotz aller Kritik war das Thema wie immer gut aufbereitet und interessant gestaltet.

Am Ende des MOOCS erhielt ich den Vorschlag, mich für den Studiengang „Childhood and Youth Studies“ an der Open University einzuschreiben: https://www.futurelearn.com/courses/childhood-in-the-digital-age/8/further-learning

Motivationsfaktoren:

Ich habe meinen MOOC auf Motivationsfaktoren untersucht und kann folgendes dazu berichten: Jede NutzerIn hat ein eigenes Profil, wo einerseits seine bisherigen „Achievements“ (in meinem Fall steht nun, dass ich die Bewilligung erhalten habe, ein Zertifikat zu kaufen) und die Kurse aufgelistet sind, an denen man bereits „erfolgreich“ teilgenommen hat.

Für mich persönlich wurden vor allem die Kommentare und Likes, die ich von den anderen NutzerInnen erhalten habe, zu Motivationsfaktoren. Zu bemerken, dass ich etwas zur Diskussion beitragen konnte und dass meine Äußerungen von den anderen TeilnehmerInnen des MOOCS „geschätzt“ werden, motivierte mich, weiterhin mitzudiskutieren.

Fazit:

Wie bereits erwähnt, betrachte ich es als äußerst kritisch, dass sich Aufgabengebiete überspringen lassen und der Kurs noch nicht einmal abgeschlossen werden muss, damit ein Zertifikat gekauft werden kann. Theoretisch könnte man sich also für MOOCS anmelden, ohne überhaupt etwas dafür zu leisten und sich anschließend ein Zertifikat dafür kaufen. Zudem setzt sich der Kurs aus sehr viel Textinhalt und wenigen Bild-Video-und Audioinhalten zusammen, was ich für einen Onlinekurs als passender und einfacher empfinden würde.

Insgesamt finde ich jedoch, dass es sich bei „Childhood in the digital age“ um einen gelungenen MOOC handelt. Der Kurs wurde mit interessanten Inhalten gestaltet (ein für mich aktuelles und relevantes Thema, das mich im Alltag oft beschäftigt), war gut strukturiert, sehr benutzerfreundlich und übersichtlich aufbereitet und gut organisiert (E-Mail wenn neue Inhalte verfügbar sind, bei Erhalt von Kommentaren etc.). Besonders gut gefallen hat mir die lebendige Interaktion innerhalb dieses Kurses.

Aus diesem Grund würde ich erneuert einen MOOC bei Futurelearn belegen.

Woche 2: Childhood in the digital age

Der Generationenwandel.

Link:

https://www.futurelearn.com/courses/childhood-in-the-digital-age

Inhalt:

Das Thema der 2. Woche meines MOOCS ist „Social identities in cyberspace.“

Folgende Themen werden dabei genauer behandelt:

  1. Social Media – Nutzung durch Kinder: Ursache für Optimismus oder Pessimismus?
  2. Online-Spiele: Vorteile / Nachteile der virtuellen Welt
  3. Identitätskonstruktion: Online – vs. Offline-Identität

Aufgaben:

Wieder bestehen die Inhalte aus Artikeln und Videos, wobei der Kurs in meinen Augen aus viel zu viel Text besteht. Ich fände es für einen Online-Kurs passender, wenn mehr Video- und Audio – Material zur Verfügung stehen würde, zumal sich niemand die ganzen Artikel zum Lesen ausdrucken wird und das Lesen von viel Text am Bildschirm beschwerlich ist.

Die Hautaufgabe besteht fast ausschließlich wieder darin, Kommentare zu verschiedenen Fragen zu posten. So wird nach dem Lesen von Artikeln / dem Ansehen von Videos zum Beispiel nach der eigenen Meinung bezüglich der Nutzung von Sozialen Netzwerken / des Spielens von Online-Spielen durch Kinder gefragt.

Am Ende werden die TeilnehmerInnen gefragt, ob sich ihre Ansichten durch den Kurs mittlerweile verändert haben.

Interaktion:

Besonders auffällig ist, dass in dem Kurs eine lebendige Interaktion vorliegt. Ich habe seit letzter Woche auf fast alle meiner Kommentare Antworten, Fragen, Likes und Follower erhalten – Wenn dies geschieht, erhält man übrigens eine E-Mail und erfährt es in seinen Benachrichtigungen.

Dies ist für mich ein Ansporn weitere Kommentare zu posten – es ist der Hauptgrund, warum mir der Kurs Spaß macht und warum ich denke, dass es ein gelungener MOOC ist.

Kommunikation außerhalb des Kurses / Live-Webinare:

Ich konnte bis jetzt keine Kurskommunikation außerhalb des MOOCS feststellen. Da die TeilnehmerInnen jedoch äußerst aktiv sind, kann ich mir schon vorstellen, dass einige darüber auf Facebook / Twitter etc. diskutieren. Hinweise dafür konnte ich aber keine finden.

Es ist zwar möglich den einzelnen KursteilnehmerInnen zu folgen, direkt auf ihre Posts zu reagieren und diese zu liken, jedoch können keine Privatnachrichten versendet werden. Aus diesem Grund ist es fraglich, ob sich KursteilnehmerInnen bereits privat vernetzt haben und vor allem, wie sie ihre Daten ausgetauscht haben.

Leider gibt es keine Live-Webinare in diesem MOOC. Schon zu Beginn des Kurses habe ich eine E-Mail erhalten, in der mir gesagt wurde, dass ich die Inhalte zu jeder Zeit nachholen kann und es daher nicht nötig ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt Online zu sein.

Ich denke allerdings, dass es die KursteilnehmerInnen, aufgrund der lebendigen Diskussion, begrüßen würden, wenn es Live-Webinare geben würde und es den gesamten Kurs spannender und noch interaktiver machen würde.