Learning how to learn Woche 4 (zweite Lerneinheit)

Im ersten Video der zweiten Lerneinheit von Woche 4 geht es um die rechte und die linke Gehirnhälfte. Die linke Gehirnhälfte ermöglicht einen fokussierten Denkmodus. Sie bietet einen analytischen und optimistischen Ansatz. Klare wissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass es Potential gibt für Starrheit, Dogmatismus und Egozentrismus. Die rechte Gehirnhälfte ermöglicht zurückzutreten und das Gesamte im Überblick zu betrachten und nachträglich zu prüfen.
Im Weiteren geht es um Teamwork. Am besten soll man gelerntes richtig umsetzen können, wenn man im Teamwork mit anderen arbeitet. Durch die verschiedenen Sichtweisen einzelner Individuen werden Fehler leichter erkannt. Auch das Erklären des Stoffes für Andere kann dem eigenen Verständnis helfen. Auch für den Berufsweg kann es dienlich sein mit Anderen zusammenzuarbeiten.

Das zweite Video läuft unter dem Motto „A Test Checklist“. Die Erzählerin zeigt folgende Punkte auf, welche vor einem Test beachtet werden sollen. Sie sind als Fragen formuliert, die mit „Ja“ beantwortet werden sollen:

  • Hast du dich ernsthaft bemüht den Stoff zu verstehen?
  • Hast du mit Kolleg_Innen zusammen gelernt beziehungsweise Lösungen verglichen?
  • Hast du versucht jede Hausaufgabenlösung zuerst umzureissen bevor du mit Kolleg_Innen daran arbeitest?
  • Hast du dich aktiv an Diskussionen bezüglich der Aufgaben beteiligt, Ideen beigetragen und Fragen gestellt?
  • Hast du dich mit dem/der Vortragenden oder dessen/deren Assistenten/Assistenten beraten, wenn du mit etwas Probleme hattest?
  • Hast du all deine Hausaufgaben verstanden als du sie abgegeben hast?
  • Hast du im Unterricht um Erklärungen von Hausaufgabenlösungen gebeten, wenn sie dir nicht klar waren?
  • Hast du versucht alle Aufgabenlösungen kurz zu umreissen?
  • Hast du vor dem Test ausreichend geschlafen?

Das nächste Video handelt von „The Hard Stand-Jump to Easy Technique“ (Die „Schwer-Leicht Theorie“).
Wiele Menschen lösen zuerst leichtere Aufgaben, bevor sie sich an schwierigere wagen. Diese Herangehensweise kann sich als problematisch erweisen, da schwierige Afgaben mehr Zeit und Fokussierung benötigen. Deshlab wird empfohlen mit den schwierigeren Aufgaben zu beginnen. So auch in einer Prüfung.
Die „Schwer-Leicht Theorie“ zeigt, dass man bei diesen Aufgaben von der schwierigen schnell zu einer leichteren wechseln soll, wenn man nicht mehr weiterkommt. So wird ermöglicht, dass verschiedene Teile des Gehirns gleichzeitig an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten.
Die „Schwer-Leicht Theorie“ sorgt bei Prüfungen dafür, dass jede Aufgabe zumindest teilweise bearbeitet wird.

Das nächste Video trägt den Titel „Final helpful hints for tests“.

  • Das Denken soll von „Dieser Test macht mir Angst“ auf „Dieser Test regt mich an mein Bestes zu geben“ geändert werden.
  • Atemübungen sind ein guter Tip um Stressituationen zu überbrücken
  • Antworten bei multiple-choise Tests abdecken und sich an die Informationen vorab zu erinnern kann auch helfen den Test zu bestehen.
  • Immer einen Plan B für eine alternative Karriere haben
  • Am Tag vor der Prüfung alle Materialien noch einmal überblicksmäßig durchsehen

Am Ende folgt noch eine kurze Zusammenfassung von allen Lerneinheiten und ein Quiz. zur letzten Einheit.

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Open Access Universität Salzburg / Entwertung von Bildungsabschlüssen und Führungskräfte der Zukunft

Open Access Universität Salzburg

Bezogen auf die Aufgabenstellung „Open-Access, OER und offene Bildung an der Uni Salzburg“ möchte ich auf meinen im März publizierten Beitrag Open Access & digitaler Wettlauf der Hochschulen verweisen.

Entwertung von Bildungsabschlüssen

Grundsätzlich funktioniert die Werthaltigkeit von (Bildungs-)Abschlüssen nach dem Angebot-Nachfrage Prinzip des Markes. Je mehr Angebot vorhanden ist – sprich je mehr Mensch eine spezielle Ausbildung haben – desto mehr oder weniger ist diese Ausbildung am Arbeitsmarkt wert.

Begonnen hat diese Entwicklung in der Mitte des 20. Jhdts., in welcher viele Kinder damit begonnen haben ihre Schullaufbahn mit einer Reifeprüfung (Matura/Abitur) abzuschließen. Damit einher ging eine Entwertung dieses Abschlusses (vgl. Friedrich 2012: o.S.). Diese Entwicklung hat sich bis heute fortgesetzt. Letzendlich entspricht eine heutige Mautra dem, was früher ein Hauptschulabschluss war. Ähnlich entwickelte es sich auch mit Studienabschlüssen. Immer mehr Menschen drängen an die Universitäten, um eine Hochschulbildung zu erlangen.

Jörg Friedrich nennt diese Entwicklung auch Bildungsinflation. Er besagt, dass mit jede Inflation mit einer Entwertung der ausgeteilten Papiere (ob nun Geld oder Abschlusszeugnisse) einhergeht (vgl. ebd.: o.S.).

Universitätsabgänger sind heute nicht wie früher die Führungselite, sondern einfachen Angestelltenpositionen zuzuordnen. Allerdings sieht Friedrich diese Entwicklung als keine beklagenswerte sondern eine selbstverständliche und richtige Begleiterscheinung der Veränderung der Arbeitswelt. Er stellt sich jedoch die Frage, wo die Führungskräfte der Zukunft ausgebildet werden sollen.

Meiner Einschätzung nach ist eine Hochschulbildung und damit erlangene Zeritifkate und Titel generell bei weitem nicht so wichtig wie die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines jeweiligen Menschen. Viele (vor allem junge) Unternehmen legen auch nur wenig wert auf Titel und Abschlüsse.Diese werden auf Visitenkarten, Websites, etc. auch nicht mehr angeführt – für sie zählt die Leistung. Darüber hinaus sind Menschen ohne Hochschulabschluss in der Lage erfolgreich Firmen zu gründen und zu wirtschaften. Inflationär dafür verwendete Beispiele sind Gates, Jobs oder Zuckerberg, welche alle ihre Studienlaufbahn abgebrochen haben. Allerdings ist zu erwähnen, dass es sich bei diesen Beispielen im speziellen aber auch allgemein um Ausnahmefälle handelt. Nur 20 der 181 DAX-Konzerne weisen einen CEO ohne Studienabschluss auf, Führungskräfte ohne Studienabschluss haben heute ein Akzeptanzproblem (vgl. Sommer 2012: 2).

Laut einer Studie der Consulting-Firma Roland Berger aus dem Jahr 2012 ist die Ausbildung neuer Führungskräfte hervorragend. Jedoch ist diese auch extrem gleichförmig. So besagt die Studie, dass wenn man zwanig Nachwuchsmanagern dieselbe Frage stellt, sie alle exakt die gleiche Antwort geben (vgl. Sommer 2012: 3). Dies sind nur bedingt gute Vorausetzung für Diversität, Ideen und Innovationskraft in einem Unternehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Bildungsystem der Zukunft entwickelt und wie wichtig (Studien-)Abschlüsse in Zukunft sein werden.

 

Quellen

Friedrich, Jörg (2012): Inflation und Wertverlust der Bildungsabschlüsse. Online unter: https://www.heise.de/tp/features/Inflation-und-Wertverlust-der-Bildungsabschluesse-3395550.html (12.06.2017).

Sommer, Sarah (2012): Chef ohne Abschluss. Online unter: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-871066-2.html (12.06.2017).