Wie sieht die Zukunft der Online-Bildungskommunikation aus?

http://i-dbnd.de/mit-virtueller-realitaet-in-der-schule-lernen-neues-kooperationsprojekt-mit-dem-ersten-vr-eduthon-gestartet/

Samsung Electronics und der Cornelsen Verlag starten mit dem VR- Eduthon ein innovatives Pilotprojekt, um Lerninhalte für den Einsatz Virtueller Realität (VR) im Unterricht zu entwickeln.

 

Innovative Technologien wie Virtual Reality (VR) bieten neue Wahrnehmungsmöglichkeiten einzelner Lernthemen.

 

Technologie trifft auf Didaktik

Digitale Technik wie eine VR-Brille, die in Kombination mit einem Smartphone in Echtzeit eine computergenerierte, interaktive, virtuelle Umgebung erzeugt, macht aber noch keinen guten Unterricht. Lehrkräfte brauchen Angebote, die methodisch-didaktisch fundiert sind und die Lehrpläne berücksichtigen. Den Auftakt der Kooperation zwischen der Samsung Electronics GmbH und dem Cornelsen Verlag bildete daher der zweitägige erste VR-Eduthon. Medienaffine Lehrkräfte, E-Didaktiker, Produktmanager und Virtual-Reality-Experten entwickelten am 16. Juli und 17. Juli in Schwalbach/Ts. verschiedene Konzeptideen, um das schulische Lernen mit VR-Technologie in den naturwissenschaftlichen Fächern Biologie, Physik und Chemie anschaulicher, attraktiver und erlebbarer zu machen. Neben den beiden Initiatoren Samsung Electronics und Cornelsen Verlag bildeten verschiedene Vertreter aus der Wissenschaft, etwa das Cologne Game Lab der TH Köln sowie Lehrer und Schüler eine Jury.

 

 

Literatur:

Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt: Doppelfestschrift für Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister

Vergleicht man die Hochschuldidaktik mit den Verhältnissen, wie sie vor 50 oder 60 Jahren waren, zeigt sich heute eine große Vielfalt und Heterogenität in den Lehrformaten und -methoden. Nicht zuletzt durch die Nutzung digitaler Technologien beim Lehren und Lernen wurde die Hochschuldidaktik bunt und facettenreich. Die Neuerscheinung „Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt“ versucht, Antworten unter anderem auf folgende Fragen zu geben: Was beschäftigt Hochschuldidaktiker/innen aktuell? Welche Erfahrungen machen sie? Welche neuen Formate und Strategien werden entwickelt? Was sind aktuelle Diskussionen? Für dieses Buch haben Hochschuldidaktiker/innen wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse und Entwürfe beigetragen, die ein aktuelles Stimmungsbild ergeben. So werden Strategien zur Implementierung von offenen Bildungsressourcen und zum Change Management vorgeschlagen. Zwei Beiträge befassen sich mit dem Trend MOOC (offene Onlinekurse mit sehr großen Teilnehmerzahlen). Auch das Format der Vorlesung, das durch Internetübertragungen neuen Aufwind erhält, und die Didaktik für die virtuelle Realität werden thematisiert. Digitale Werkzeuge für kreatives Denken und eine Metasprache für Unterrichtende, die mit didaktischen Entwurfsmustern als Elementen arbeiten, werden vorgestellt. Zudem wird von praktischen Erfahrungen mit Bloggen in Lehrveranstaltungen und dem Einsatz von Videokommentaren im Hochschulunterricht berichtet. Weitere Beiträge thematisieren die notwendigen Kompetenzen der Lehrenden und entwerfen ein integriertes Lern- und Handlungsmodell, diskutieren die medienbezogene Professionalität und kritisieren den Kompetenzbegriff. Schließlich kommen zwei erfahrene Akteure der Hochschuldidaktik zu Wort und blicken zurück – und in die Zukunft. Das vorliegende Buch ist gleichzeitig eine Doppelfestschrift zu Ehren von Prof. Dr. Peter Baumgartner (Donau-Universität Krems) sowie Prof. Dr. Rolf Schulmeister (Universität Hamburg). Mit Beiträgen von Andrea Back, Reinhard Bauer, Martin Ebner, Dieter Euler, Ludwig Huber, Burkhard Lehmann, Michael Kerres, Thomas Köhler, Christian Kohls, Kerstin Mayrberger, Christiane Metzger, Sander Münster, Annabell Preußler, Gabi Reinmann, Lars Schlenker, Sandra Schön, Frank Vohle, Johannes Wildt und Joachim Wedekind.

 

Virtuelle Realität: So sieht digitale Bildung mit 360 Grad – Videos aus

Das Angebot an „360 Grad-Videos“ mit interaktivem 3D-Nutzererlebnis nimmt massiv zu. Wir zeigen ausgewählte Beispiele für Virtual Reality-Lernvideos.

Virtuelle Realität: So sieht digitale Bildung mit 360 Grad – Videos aus
Foto: geralt/pixabay

Die E-Learning-Technologie entwickelt sich dynamisch wie selten zuvor. Über lange Jahre wurden eher unspektakuläre Pdf-Dokumente am Bildschirm durchgeblättert, und ein echter Mehrwert der digitalen Bildung war oft nur schwer erkennbar.

Seit einiger Zeit sind jedoch z.B. MOOCs (massive open online courses) als moderne interaktive Lernmöglichkeit auf dem Vormarsch („So funktioniert ein MOOC“). Diese ermöglichen ungeahnte Chancen für die Online-Bildung (tausende MOOCs findest Du auch in unserem Verzeichnis.)

Und jetzt geht es technologisch noch einen Schritt weiter:

In den kommenden Jahren wird auch die virtuelle Realität ins Online Learning einziehen. Der Lernende wird digitale Bildung dann noch stärker „live erleben“ können.

Wir erklären Dir hier, worum es dabei geht und zeigen Dir unten ausgewählte Beispiele bereits verfügbarer Virtual Reality-Lernvideos.

Virtual Reality in der Bildung nimmt Fahrt auf

Virtual Reality bezeichnet vereinfacht gesagt die digitale Abbildung einer interaktiven, realitätsnahen Umgebung.

Der Nutzer taucht z.B. mittels Smartphone und Zubehör bzw. mit einem „Head Mounted Display“ in die digitale Welt ein (sog. Immersion). Interaktiv wird das Erlebnis dann, weil z.B. die Kopfbewegung des Nutzers im digitalen Bild „erkannt“ wird.

Warum ist das relevant im Bildungskontext?

Immer wieder wird berichtet, dass bestimmte Lernergebnisse durch direkte persönliche Erfahrung besser (d.h. schneller und nachhaltiger) zu erzielen sind als durch passiven Konsum von Lerninhalten. Und Bildung und Ausbildung können mit der Virtual Reality-Technologie quasi hautnah erlebbar werden.

Um diese Potenziale nützen zu können, wird seit einiger Zeit daher auch im Bildungsbereich mit VR-Anwendungen experimentiert (siehe auch unseren Bericht über die 3D-Vorlesungen der Harvard University).

Neben diversen bereits existierenden VR-Anwendungen in geschlossenen Organisationen (z.B. in der Medizinerausbildung und in Laboren) wird das 3D-Lernerlebnis jetzt auch für breitere Nutzergruppen immer besser zugänglich.

Zum Beispiel auf YouTube:

Hunderttausende 360-Grad-Videos auf YouTube

Eine Form der Virtual Reality-Darstellung sind sog. 360 Grad-Videos, von denen sich alleine auf YouTube bereits eine sechsstellige Anzahl befindet (weitere Details zu verschiedenen VR-Technologien lassen wir hier einmal beiseite).

Bei diesen Videos – auch „spherical videos“ genannt – kann bereits mit einfachen Mitteln ein elementares VR-Erlebnis erzeugt werden. Ein modernes Smartphone samt YouTube-App genügt, idealerweise ergänzt durch eine Halterung wie z.B. Google Cardboard (für einen ersten Eindruck reichen sogar PC und Mausnavigation).

Neben unzähligen Unterhaltungsangeboten (etwa Achterbahnfahrten, Tauchgängen mit Haien und Kampfjet-Flügen) finden sich dort inzwischen auch erste Videos, die Lern- und Bildungsinhalte darstellen.

In der 3D-Umgebung online studieren?

Bedeutet das nun, dass jeder MOOC-Fan inzwischen bereits mit 360 Grad-Kursen online studieren kann?

Nein, zumindest heute noch nicht! Denn natürlich ist klar: Die Entwicklung steht hier noch ganz am Anfang. Hoch spezialisierte, vollständige Online-Kurse in 360 Grad-Ausführung können (zudem kostenlos) daher noch nicht erwartet werden.

Trotzdem deuten erste verfügbare Videos darauf hin, wie zukünftige 360 Grad – Bildungsangebote aussehen können.

Wir zeigen Dir daher weiter unten einige ausgewählte Beispiele für einen ersten Eindruck!

Bildungsvideos mit VR-Technologie: 3 Kategorien

In der Vielzahl der verfügbaren 360 Grad-Angebote lassen sich drei verschiedene Arten von Videos ausmachen:

1.) Die Immersion (Immersionseffekt-Videos)

Bei diesen Videos geht es vor allem darum, über den grundlegenden 360-Grad-Effekt das Gefühl des Eintauchens in das Lernerlebnis zu erzeugen (=Immersion). Im Prinzip ist das eine einfache Filmaufnahme ohne weitere Effekte als eben die 3D-Abbildung – und das reicht bereits oft für eine deutlich stärkere Aufmerksamkeit des Nutzers. Einfache Lehrvideos werden hier direkter „erlebbar“.

2.) Das Erlebnis im Raum (Raumeffekt-Videos)

Bei den Raumeffekt-Videos „bewegt“ sich der lernende Nutzer im Raum. Zur Immersion kommt die stärkere Bedeutung des größeren räumlichen Umfelds, das sich dem Videonutzer dreidimensional erschließt. Ein wichtiges Feature z.B. im Architekturbereich, wo damit Gebäude oder ganze Städte betrachtet werden können.

3.) Die künstliche Realität (Animations-Videos)

Die Animations-Videos sind aufwändiger produziert und transportieren den Nutzer (anders als die 360 Grad-Filme real existierender Orte) in eine künstlich geschaffene digitale Umgebung. Hier kann elektronisch dann eine fast unbegrenzte Vielfalt von (Lern-)Erlebnissen erzeugt werden – von der Biologie und Medizin über die Astronomie bis hin zu künstlerischen Bildungsprojekten.

 

Und wie kann man sich diese 3 Kategorien anschaulich vorstellen? Hier ein paar ausgewählte Beispiele.

(Vorab nochmal der Hinweis: Ein PC mit Mausnavigation gibt Dir einen ersten Eindruck, zeigt aber nicht das volle Erlebnis. Besser sind ein modernes Smartphone, YouTube App und evtl. Google Cardboard oder ähnliche Hardware.)

1.) Die Immersionseffekt-Videos (Beispiele)

– ein einfacher Englischkurs im Supermarkt

– eine Compliance-Schulung im Bereich Risikomanagement

– eine Anleitung zur Insulin-Spritztechnik für Diabetiker

Yoga-Unterricht in 3D (Du sitzt dabei als Schüler virtuell auf der Yogamatte)

2.) Die Raumeffekt-Videos (Beispiele)

– eine exklusive Führung durch den Buckingham Palace

– eine architektonische Betrachtung des World Trade Center

– eine Führung durch Jerusalem

– ein kurzer Rundgang durch die weltweit größte Gasturbinen-Fabrik

 Klettern und Bouldern (kompletter Online-Kurs)

– echter Surfunterricht (live vom Surfbrett aus!)

3.) Die Animations-Videos (Beispiele)

– eine Expedition zum (Zwerg-)Planeten Pluto

– der größte Dinosaurier aus der Nähe betrachtet

– ein Einblick in eine menschliche Körperzelle

– ein kreativer „Rundgang“ durch ein surrealistisches Bild von Salvador Dalí

Beispiel für ein 3D-Lernvideo im Kunstbereich (Mausnavigation im Video! Bzw. VR-Headset)

3D-Potenziale werden in den nächsten Jahren sichtbar

Wie gesagt – die Technologie und das Angebot an entsprechenden Inhalten aus dem Bildungsbereich befinden sich erst in den Anfängen. Da die Hardware mittlerweile jedoch preislich auch für den Massenmarkt erschwinglich ist, darf man von weiterem starkem Wachstum ausgehen.

Natürlich ist die VR-Technologie dabei nicht für jeden Bereich in Bildung und Ausbildung gleichermaßen geeignet. Vor allem technische Fertigkeiten und Instruktionen eignen sich besonders gut.

Insgesamt wird es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis 360 Grad-Videos auch im Bildungsbereich auf breiter Front eingesetzt werden. Die erwähnten Vorlesungs-Experimente in Harvard geben da eine mögliche Richtung vor.

Auch ein kompletter VR-MOOC wird voraussichtlich irgendwann entstehen (und einen noch futuristischeren Ausblick zu VR in der Online-Lehre gibt es hier). Welche deutsche Uni traut sich als erste?

Für den Nutzer bedeutet das alles:

E-Learning-Inhalte werden direkter erlebbar und damit noch attraktiver. Denn das Online-Lernerlebnis gleicht sich immer stärker der realen Welt an.

Edukatico ist Dein E-Learning – Portal

Tausende Online-Kurse von verschiedenen Anbietern aus 22 Fachgebieten findest Du in unserem Verzeichnis (Online-Vorlesungen, MOOCs und andere Videokurse).

Zukünftige 360 Grad-Kurse und VR-MOOCs werden wir dort auch aufnehmen, sobald sie in guter Qualität verfügbar sind (Hinweise dazu jederzeit gerne an uns).

Und natürlich kannst Du bereits selbst im Online-Kurs lernen, wie Virtual Reality – Anwendungen (oder auch Augmented Reality-Technologien) erstellt werden.

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Quelle: https://www.edukatico.org/report/virtuelle-realitaet-so-sieht-digitale-bildung-mit-360-grad-videos-aus

 

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