Wie können die Betreiber von Moocs Menschen aus bildungsfernen Schichten zur Teilnahme motivieren?

Ein Beitrag des Spiegels aus dem Jahr 2015 machte bereits darauf aufmerksam, dass Moocs keine Bildungslücke schließen können. Der Artikel greift eine Studie zweier Forscher der Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf, die analysierten welche Nutzer an den Kursen auf der Plattform edx zwischen 2012 und 2014 teilnahmen. Ihre Ergebnisse zeigten, dass  Teilnehmer von Moocs vor allem aus Gegenden kommen, in denen die Einwohner wohlhabender und besser gebildet sind als der durchschnittliche US-Bürger. Dieses Ergebnis zeigt, dass die Moocs Ungleichheiten auch verstärken können und somit auch nicht zur Demokratisierung beitragen, solange es keine Veränderung gibt. Zudem schließen höher gebildetere Menschen auch eher einen Kurs ab. Um dies zu verändern muss versucht werden Menschen aus bildungsfernen Schichten an der Teilnahme an Online Kursen zu motivieren und diese bei den Kursen speziell unterstützt werden.

„[…] Um Menschen aus benachteiligten Haushalten zu erreichen, genügt es nicht, ihnen einen Internetzugang zu verschaffen. Aussichtsreicher wäre es, sie direkt mit Angeboten im Netz vertraut zu machen und sie bei der Nutzung von Moocs aktiv zu unterstützen.“

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/moocs-online-kurse-schliessen-keine-sozialen-bildungsluecken-a-1067284.html

 

Die Recherche von wissenschaftlicher Fachliteratur zu diesem Thema gestaltet sich als sehr schwierig. Es scheint so, als hätte sich bislang kaum jemand ausgiebig mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Meine Vorschläge:

  • Werbung auf Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram usw., da sich dadurch der Bekanntheitsgrad der Moocs steigern würde und somit viele Nutzer erreicht werden könnten
  • Werbung durch Blogger und Youtuber, die verschiedenste soziale Gruppen ansprechen: Somit könnten vor allem junge Menschen erreicht werden. Der größte Teil der Kinder- und Jugendlichen nutzt diese Plattformen, weshalb auch verschiedene soziale Schichten angesprochen werden können
  • Kooperation mit Arbeitsämtern: Diese können auch Arbeitssuchende und schlecht ausgebildete Menschen auf die Moocs aufmerksam machen. Zudem könnten sie die Menschen bei der Teilnahme und der Auswahl der Moocs helfen
  • Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen: Die Anbieter von Moocs könnten ihre Plattform und die Kurse vorstellen und die Schulen könnten dies auch als Projekt mit in den Unterricht aufnehmen. Dies würde gewährleisten, dass die Schüler anfangs Unterstützung bei der Teilnahme an einem Mooc erhalten
  • Infostände an öffentlichen Plätzen in sozial schwächeren Regionen

 

 

Quellen:

www.nature.com/nature/journal/v503/n7476/full/503342a.html

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/moocs-online-kurse-schliessen-keine-sozialen-bildungsluecken-a-1067284.html

 

 

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