Wie können MOOCs bildungsferne Schichten erreichen?

Eine Antwort auf diese Frage zu geben ist gar nicht so einfach. Literatur dazu findet man schwierig und Google gibt auch keine wertvollen Tipps wie die Betreiber von MOOCs die bildungsferne Bevölkerungsschicht erreichen kann.

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht nur darin, dass MOOCs in der bildungsfernen Gesellschaft nicht genutzt werden, sondern vielmehr darin, dass die Bekanntheit von MOOCs allgemein bei der Bevölkerung eine sehr geringe Bekanntheit hat. Hätte ich diese LV nicht besucht, wüsste ich auch nicht, dass Online Kurse schon so im Kommen sind und man sich auch so weiterbilden kann. Meiner Meinung nach ist die Gesellschaft noch nicht so weit, dass Bildung auch außerhalb der 4 Wände einer Bildungseinrichtung geschehen kann. Erst wenn es zu einem Umdenken in der Bevölkerung kommt, kann auch die bildungsferne Schicht erreicht werden und davon profitieren.

Die Schwierigkeit besteht genau darin – wie kann es zu einem Umdenken kommen, dass die Gesellschaft über MOOCs Bescheid weiß und diese auch nutzt?

Lösungen dafür zu finden wird meiner Meinung nach noch eine Weile dauern.

Meine Vorschläge wären:

  • Werbung auf den Social Media Kanälen
  • Aufklärung in Schulen / Universitäten
  • Kooperation mit Weiterbildungseinrichtungen (WIFI,BFI) und dem AMS, Bundesministerium für Bildung -> Projekte
  • Infostände in Einkaufszentren, auf Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen

Folgenden Beitrag habe ich dazu gefunden:

http://erwachsenenbildung.at/downloads/service/materialien-eb_2006-1_11472_PDFzuPublD107.pdf

Lebensbegleitende Bildung für alle?
„BiKoo macht Lust auf Bildung!“
Das Jahr 1996 wurde von der Europäischen Union
zum „Europäischen Jahr des lebensbegleitenden Lernens“ erklärt. Ziel war – und ist nach wie vor – die Förderung der lebenslangen allgemeinen und beruflichen Bildung. Es besteht jedoch die Gefahr, dass das lebensbegleitende Lernen vor allem als Aufforderung zur stetigen beruflichen Weiterbildung im Sinne der Weiterqualifizierung interpretiert und zu einer normativen Erwartung wird, sowie dass bestehende Benachteiligungen und Ungleichheiten laufend potenziert werden – frei nach dem Motto: „Wer hat, dem wird gegeben!“ Wer keine ausreichende Grund- oder Basisbildung hat, möglicherweise funktional illiteral ist und über niedrige berufliche Qualifikationen verfügt (un- bzw. angelernte Tätigkeiten, Einfacharbeitsplätze), bleibt von den Angeboten der Erwachsenen- und Weiterbildung, insbesondere der beruflichen Weiterbildung, weitgehend ausgeschlossen und ist von (weiterer) sozialer Exklusion (u.a. Verlust des Arbeitsplatzes, Langzeitarbeitslosigkeit) bedroht.
Grundbildung schafft die Voraussetzungen zur Teilnahme an weiteren Bildungsangeboten:
Wer über eine gute, weil ausreichende Grundbildung verfügt, kann aus bestehenden
Bildungsangeboten auswählen, an institutionalisierten Bildungsprozessen der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung erfolgreich partizipieren und auch selbstgesteuert lernen. Bildung erhöht die Chance für Beschäftigung und ist auch als ein Beitrag zur Teilhabe an der Gesellschaft zu sehen. Bildungsbenachteiligte bzw. bildungsferne Zielgruppen rücken langsam in das Zentrum der nationalen bildungspolitischen Aufmerksamkeit. Die OECD schlägt in ihrer „Thematic Review
on Adult Learning“ (2004) für Österreich vor, Programme zur Vermittlung von „Basic Literacy“ bzw. „Basic Skills“ weiter auszubauen und adäquate Lehr- und Lernmethoden gerade auch auf diesem herausfordernden Gebiet zu entwickeln.
Die BiKoo – Bildungskooperative Oberes Waldviertel setzt als Social-Profit-Organisation ihre Aktivitäten in diesem Bereich, wobei die BiKoo die Bezeichnung „bildungsfern“ kritisch aus der Perspektive der Betroffenen betrachtet. (Seite 7)
Ziel der BiKoo ist es, „Lust auf Bildung“ zu machen und somit den Einstieg in das lebens-
begleitende Lernen, insbesondere durch die Schaffung von Anschlussmöglichkeiten an
bestehende Bildungseinrichtungen, zu ermöglichen. Dass hier nicht dem gesellschafts-
und arbeitsmarktpolitischen „Verwertbarkeitskeitsparadigma“
das Wort geredet wird, ist dem sehr differenzierten Bildungsverständnis der BiKoo, in dem die allgemeine, berufliche und auch politische Bildung als zusammengehörig und Bildung somit als ganzheitlich und emanzipatorisch verstanden wird, zu verdanken.
Die aktuelle OECD-Länderprüfung zur Erwachsenenbildung schlägt für Österreich eine
Erweiterung des Angebotes an Kursen für bildungsbenachteiligte (bildungsferne) Schichten vor. Bemerkt wird, dass eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Problem fehlender bzw. unzureichender Grund- oder Basisbildung weiterhin notwendig ist. Vor allem für Bildungsbenachteiligte bzw. Bildungsferne werden adäquate Ansätze der Vermittlung und der Lehre nahegelegt. Gefordert werden außerdem die Förderung und Absicherung der nichtberuflichen Erwachsenenbildung (vgl. zum OECD-Bericht Schneeberger/Mayr 2004: 101–113). (Seite 16)
Liebe Grüße,
Sanita

 

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