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MOOCs –Trends, Implikationen für die Hochschulbildung und Zukunft

Im Buch MOOCs – Massive Open Online Courses: Offene Bildung oder Geschäftsmodell? von Rolf Schulmeister (2013: 24) wird diskutiert, dass einer der ersten Motive, die für die Entstehung von MOOCs geführt haben, die Tatsache ist, dass in USA quasi nur die ‚Elite‘ die Möglichkeit hat Universitäten zu besuchen  Die hohen Studiengebühren in USA sind viele nicht in der Lage wahrzunehmen. Die Idee der Demokratisierung der Bildung war insofern ein Versuch jedem, der ein Internetzugriff hat, die Möglichkeit zu geben am wissenschaftlichen Input teilzunehmen, was vorher nur für wenige vorbehalten war. Dazu sollte jedoch der Aspekt der finanziellen Offenheit  gewährleistet werden, also der Zugang zum Internet Unterricht kostenfrei sein. Schulmeister behauptet, dass die Notwendigkeit von MOOCs Umsatz zu generieren dazu führte, dass viele bekannte MOOCs nun mehr als ein Geschäftsmodell wahrzunehmen sind. Dieser Trend in der Entwicklung von MOOCs wird vom Schulmeister als Das Ende von OPEN bezeichnet (Schulmeister 2013: 49). Auf der anderen Seite behaupten Yuan und Powell (2014: 67), dass insbesondere in Entwicklungsländern, die Hochschulen anhand von verschiedenen Businessmodellen und MOOCs profitieren können und somit finanzielle Probleme potenziell lösen können.

Coursera anerkennt. Aber auch mehrere Hochschulen in den USA wie Colorado State University und Council of Adult and Experimental Learning bieten die Übernahme der Credict an. Jedoch behaupte Bershadskyy, Bremer und Gnaus (2013: 38f.) folgendes:

„Hier stehen die meisten Anbieter noch vor einem Problem. Zum großen Teil liegt das daran, dass die Kurse von externen Gutachtern akkreditiert werden müssen, und dieser Prozess, im Gegensatz zur rasanten Online-Entwicklung der MOOCs, nur langsam abgeschlossen wird. Somit sind die Absolventen der Kurse erst einmal angewiesen auf das Wohlwollen der Hochschulen, welche dann entscheiden, ob sie die Kurse anderer Hochschulen, die als MOOCs angeboten werden, anerkennen oder nicht. Dabei spielt auch eine große Rolle, wie sicher die Kurse zu Stande kommen und wie anspruchsvoll die Bewertung der erbrachten Leistungen ist. Angesichts der hohen Zahlen von „MOOC-Einsteigern“ lassen sich in der Regel nur zwei Methoden für die Korrektur einsetzen – Multiple-Choice-Fragen (MC) und Peer Assessment (PA).“

Noch 2013 hat Joachim Wedekind über MOOCs als eine Herausforderung für die Hochschulen diskutiert, dabei kam er zu dem Fazit, dass die MOOCs nicht dazu geeignet sind, die großen Probleme der Hochschulen zu lösen. In 2013 waren es 2,6 % der amerikanischen Hochschulen die MOOCs anbieten und 9,4% die in der Planungsphase waren. In seiner Arbeit behauptet Wedekind, dass MOOCs eher die Weiterbildungslandschaft als die Hochschullehre verändern. (Wedekind 2013: 59) Ähnlich behauptet Sandeed (2013: 39):

„MOOCs integration appear to be converging on content licensing – MOOCs as a “textbook of the future” – to support hybrid or flipped classes, an incremental change from current practice rather than a fundamental transformation. The primary function of MOOCs continues to be to provide free, high-quality opportunities for “leisure learners” who have already earned degrees.“

Wie in einem Beitrag von The New York Times berichtet wurde, war 2012 the Year oft he MOOC (Pappano 2012: o.S.). Ob die Zukunft von MOOCs noch immer strahlend ist, wie sie noch 2012 vorhergesagt wurde und welche Implikationen dies auf die Hochschulbildung hat, fasst Sung-Wan Kim (2016: 131) zusammen:

„MOOCs are state of art. But the high technology cannot ensure the quality and success of MOOCs. Does a MOOC-based program lead to a degree from an accredited institution? It may not be easy. Although MOOCs have the strength of free courses, free courses are far from a degree from an accredited university. Because learners must pay for the degrees. It explains that MOOCs are situated with being self-contradicting between access and cost. There is no such thing as a free lunch. Although there have been lots of other forms of open educational resources (OERs) or Open Course wares (OCWs) in the world, nobody is sure whether this movement has been successful in improving the access opportunity toward higher education or not. It is near a myth that the MOOC-based program will not only democratize higher education but also end the unsustainable trajectory of tuition. The strongest disruptor is the selfishness of traditional higher education institutes. It just seems that MOOCs threaten so called “brick-and-mortar” institutions. In fact, the traditional higher education institutes hold the initiative of the MOOC-based program. And learners also have been interested in MOOCs from traditional universities rather than only MOOC-based institutes, especially for a degree. The universities offering MOOCs were generally not willing to provide their own academic credit for the courses: citing residency requirements, they claimed to be protecting the integrity of the residential-campus experience. “

Literaturverzeichnis

Bershadskyy, Dmitri/Bremer, Claudia/Gaus, Olaf (2013): Bildungsfreiheit als Geschäftsmodell: MOOCs fordern die Hochschulen Heraus. In: Bremer, Claudia/ Krömker, Detler (Hrsg.): E-Learning zwischen Vision und Alltag. Münster: Waxmann.

Pappano, Laura (2012): The Year of the MOOC. In: The New York Times. Online unter: http://www.nytimes.com/2012/11/04/education/edlife/massive-open-online-courses-are-multiplying-at-a-rapid-pace.html?pagewanted=all

Sandeed, Cathy (2013): Integrating MOOCs into Traditional Higher Education: The Emerging “MOOC 3.0” Era. In: Change: The Magazine of Higher Learning, 45. Jg., H. 6, S.34-39. Online unter: http://dx.doi.org/10.1080/00091383.2013.842103

Schulmesiter, Rolf (2013): Der Begin und das Ende von OPEN. Chronologe der MOOC-Entwicklung. In: Schulmesiter, Rolf (Hrsg.) MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell? Münster: Waxmann. S. 17-59.

Sung-Wan Kim (2016): MOOCs in Higher Education: In: Cvetkovic, Dragan (Hrsg.): Virtual Learning. InTech. Online unter: https://www.intechopen.com/books/virtual-learning/moocs-in-higher-education.

Yuan, Li/Powell, Stpehen (2014): MOOCs and disruptive Innovation: Implications for higher education. In: Liyanaguanwardena, T.R./Williams, S./Adams, A.A (Hrsg.): The impact and reach of MOOCs: a developing countries’ perspective. S.60-71. eLearningeuropa.info: Reading. Online unter: http://centaur.reading.ac.uk/38250/1/ELearning_2014_SpecialEdition-ImpactAndReachofMOOCs.pdf

Wedekind, Joachim (2013): MOOCs – eine Herausforderung für die Hochschulen? In: Reinmann, Gabi/Ebner, Martin/Schön, Sandra (Hrsg.): Hochschuldidaktitk im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt. Norderstedt: Books on Demand. S.45-62.

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