Literaturrecherche MOOCs

MOOCs und Hochschulbildung

Das O in MOOCs – über die Bedeutung freier Bildungsressourcen in frei zugänglichen Online-Kursen.
Dieser Text führt in die Begrifflichkeiten xMOOC, Open Educational Resources (OER) ein und zeigt anhand der Beispiele ;iMooX‘ der Grazer Universität und ‚oncampus‘ der Fachhochschule Lübeck MOOC-Praktiken auf. Der Artikel beinhaltet erste Auswertungen zur Altersstruktur der Teilnehmenden beider Lernplattformen und beschäftigt sich generell mit den Potentialen von OER.

Ebner, Martin / Kopp, Michael / Wittke, Andreas / Schön, Sandra (2015): Das O in MOOCs – über die Bedeutung freier Bildungsressourcen in frei zugänglichen Online-Kursen. In: HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, 52. Jg, H. 1, S. 68-80.  
Direktlink: https://link.springer.com/article/10.1365/s40702-014-0106-0

eLearning 2015. Stand der Technik und neueste Trends.
In diesem Text werden aus der Perspektive des Jahres 2015 eLearning Trends vorgestellt. Neben dem Trend zu stärkerer Personalisierung der Bildungsressourcen und mobilem Lernen werden MOOCs als solch übergreifender Trend betrachtet. Angesprochen werden darin auch mögliche Problembereiche wie mangelnde Fachdidaktik, fehlende Betreuung und fehlende Anpassung an individuelle Lernbedürfnisse. Kritisch wird hinterfragt, ob das Ziel von MOOCs wirklich der Wissensverbreitung dient oder eher eine Form des Hochschulen-Marketings darstellt. Zudem wird bezweifelt, ob durch MOOCs vertiefende Bildung auf akademischem Niveau vermittelt werden kann. Der Autor macht zudem auf die Relevanz organisatorischer Instanzen aufmerksam, welche OER Angebote sichten und bewerten sollten, um ein gewisses Maß an Qualität halten zu können.

Henning, Peter (2015): eLearning 2015. Stand der Technik und neueste Trends. In: HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, 52. Jg, H. 1, S. 132-143.
Direktlink: https://link.springer.com/article/10.1365/s40702-014-0111-3

So MOOC wi dat – Lehren und Lernen mit einem Massive Open Online Course.
Der Autor schildert anhand eines Praxisbeispiels was es bedeutet, einen Universitätskurs als MOOC anzubieten. Dabei ergeben sich ganz neue Herausforderungen bezüglich der Prüfungsmodalitäten, der Kursstrukturierung und Gliederung, der verwendeten Tools sowie in Bezug auf die Präsentation der Inhalte. In einem Fazit gibt er zu bedenken, dass die Organisation und Produktion hochwertiger MOOCs arbeitstechnisch eher mit dem Schreiben eines Lehrbuches als mit dem Halten einer Vorlesung zu vergleichen ist.

Vornberger , Oliver (2014): So MOOC wi dat – Lehren und Lernen mit einem Massive Open Online Course. Online unter: http://www.wissenschaftsrat.ac.at/news/Tagungsband%202014%20Wohin%20geht%20die%20Universit%C3%A4t_Endversion.pdf (16.03.2017).

Digitales Lernen Entmündigung als Bildungsziel.
In aktuellen Zeitungsberichten werden zudem Problemaspekte aufgegriffen, die sich durch die Kooperation von Münchner Universitäten mit dem etablierten, amerikanischen MOOC Anbieter Coursera ergeben. Diese betreffen vor allem den Datenschutz und die Unterschiede hierzu in amerikanischer und europäischer Rechtsauslegung. Unklar sei mitunter, welches Recht überhaupt zur Anwendung kommen soll.

Thiel, Thomas (2016): Digitales Lernen Entmündigung als Bildungsziel. Online unter: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/digitales-lernen-entmuendigung-als-bildungsziel-14338947-p2.html (16.03.2017).

 

Verschieden Arten von MOOCs und Lerntheoretische Ansätze.

Massive Open Online Courses.
Bremer differenziert in ihrem Artikel ‚Massive Open Online Courses‘ zwischen xMoocs und cMoocs, deren Vor- und Nachteile sie in einer Gegenüberstellung herausarbeitet. In einem Exkurs zu George Siemens wird zudem auf die Relevanz des Konnektivismus verwiesen. Diesem Ansatz zufolge wird es neben dem Erwerb von Faktenwissen für Individuen immer wichtiger, wo Wissen zu finden ist. In der Informationsgesellschaft ist es zunehmend von Bedeutung relevante von irrelevanten Informationen trennen zu können. Aus diesem Grund ist es notwendig, Knoten zu schaffen und miteinander zu vernetzen, über welche Lernende mit bedeutsamer Informationen versorgt werden können. Eine umfassendere Auseinandersetzung mit dem Konnektivismus-Ansatz findet sich unter diesem Link. Aktuelle Literatur aus dem Jahr 2015, in welcher sich Siemens, Gašević, und Dawson auf 234 Seiten mit der digitalen Universität beschäftigen, findet sich ebenso hier als PDF zum Download.

Bremer, Claudia (2013): Massive Open Online Courses. In: Knaus, Thomas / Engel, Olga (Hg): fraMediale – digitale Medien in Bildungseinrichtungen. München: kopaed, S.30-48.
Direktlink: http://www.bremer.cx/paper58/Beitrag_Bremer_framediale2012.pdf (16.03.2017).

 

MOOCs and Quality: A Review of  the Recent Literature.
Während Bremer zwischen den zwei Hauptausprägungen xMoocs und cMoocs differenziert, finden sich in Sarah Hayes 2015 erschienenen Publikation ‚MOOCs and Quality: A Review oft he Recent Literature‘ zusätzlich acht MOOC-Typen nach Clark. Bei diesen handelt es sich um ‚Transfer MOOCs‘, ‚Made MOOCs‘, ‚Synch MOOCs‘, ‚Asynch MOOCs‘, ‚Adaptive MOOCs‘, ‚Group MOOCs‘, ‚Connectivist MOOCs‘ und ‚Mini MOOCs‘.

Hayes, Sarah (2015): MOOCs and Quality: A Review of  the Recent Literature. Online unter: http://www.qaa.ac.uk/en/Publications/Documents/MOOCs-and-Quality-Literature-Review-15.pdf (16.03.2017).

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