Recherche von wissenschaftlicher Literatur zu MOOCs

1.Was bedeuten MOOCs für die Hochschulbildung?

MOOCs statt Hörsaal – Der Unterricht im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Telepolis)

Autoren: Matthias Becker / Raúl Rojas

Das Buch thematisiert die Integration und die damit verbundenen aktuellen und zukünftigen Veränderungen von MOOCs von und für Universitäten.

Es ist u.a. unter https://ravensbuch.de/shop/item/9783944099248 zu einem günstigen Preis als E-Book downloadbar.

Inhalt (original): Immer mehr Menschen nutzen „Massive Open Online Courses“ (MOOCs), an denen sich manchmal Hunderttausende einschreiben. Dozenten, die ansprechend auftreten, werden zu internationalen Stars. Der Hörsaal der Universitäten wird durch das Internet weltweit öffentlich. Immer mehr Universitäten bieten Online-Kurse an und geben dafür teils viel Geld aus. Sie glauben, im internationalen Konkurrenzkampf um Studenten, Image und Überleben Online-Kurse weltweit offerieren zu müssen. Neue Plattformen schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden, um die Chancen auf dem weltweiten Bildungsmarkt zu ergreifen. Versprochen wird, dass jeder so auf der ganzen Welt die Möglichkeit erhält, sich an den besten Universitäten weiterzubilden.

Bislang gibt es dafür nur eine Teilnahmebestätigung. Interessant wird sein, ob online auch Prüfungen abgelegt werden können. Die technisch avancierte Internetlehre wird die Hochschulbildung insgesamt verändern. Durch Automatisierung, Offshoring und Crowdsourcing ermöglichen MOOCs eine umfassende Rationalisierung, die unsere Vorstellung davon, was akademische Bildung eigentlich bedeutet, gründlich umkrempeln wird.

Matthias Becker gibt einen Überblick über den Stand der Dinge und stellt vor, wie es in der schönen, neuen Welt der Online-Universitäten und Online-Ausbildung weitergehen könnte. Raùl Rojas, Robotikprofessor an der FU Berlin, analysiert aus eigenen Erfahrungen die Möglichkeiten von MOOCs. In Interviews mit Experten wird geklärt, warum Universitäten auf MOOCs setzen, welche Grenzen sie haben und was sie verändern werden. (Online unter: https://ravensbuch.de/shop/item/9783944099248)

2. EU-Politik /nationale Politik in Bezug auf MOOCs?

E-Learning in Europe – Learning Europe – How have new media contributed to the development of higher education?

Autoren: Michael Kindt, Ullrich Dittler, Helge Kahler

Inhalt: Das Buch enthält eine Sammlung von einzelnen Beiträgen verschiedener Autoren, die sich mit der Entwicklung des E-Learnings in Europa befassen. Es werden u.a. einzelne Länder der EU im Detail betrachtet.

In dem Beitrag „Sharing while Competing: Austria’s E-Learning Initiatives“ von Roland T. Mittermeir, wird speziell die Entwicklung des E-Learnings innerhalb des österreichischen Bildungssystems (ebenso innerhalb Universitäten und Fachhochschulen) sehr detailliert diskutiert.

Dabei wird immer wieder auf die Entstehung von EU-Gesetzen und Projekten hingewiesen, wobei ersichtlich wird, wie E-Learning auch dank EU – bzw. nationaler Politik realisiert wurde.

Da das Buch auf die Entwicklung des E-Learnings von europäischen Universitäten und Fachhochschulen eingeht, wird nachvollziehbar, wie die (rechtlichen) Grundlagen für MOOCs geschaffen wurden.

Vorschau via Google Books:

https://books.google.at/books?id=0FPJ5wGVgnoC&pg=PA284&dq=online+courses+university+eu&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjg-5rc2dPSAhWEOBQKHbIzBjwQ6AEISzAH#v=onepage&q&f=false

Online kaufen, u.a. unter:

https://www.amazon.de/Learning-Europe-Contributed-Development-Wissenschaft/dp/3830915586

 

3. Ergänzung: Literatur zum Thema „Kommunikation in MOOCS“

MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell? (2013)

Autor: Rolf Schulmeister

GoogleBooks-Link: https://books.google.at/books?id=U2ZIAgAAQBAJ&pg=PA38&dq=kommunikation+in+moocs&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiK9bOi2uTSAhWhHpoKHZpoA14Q6AEIHDAA#v=onepage&q=foren&f=false

 

Inhalt zur Kommunikation in den MOOCs-Foren:

Der Autor ist der Meinung, dass die Foren der MOOCs zwar einen Kontrast zu den Vorträgen darstellen und die Möglichkeit für einen kommunikativen Austausch besteht, dieser jedoch von den wenigsten genutzt wird: nur 3% der TeilnehmerInnen diskutieren aktiv mit, während 90% der TeilnehmerInnen zwar kurz in die Foren blicken, selbst jedoch keinen Beitrag zur Diskussion leisten. Deshalb meint der Autor, dass im Falle von MOOCs nicht wirklich von ‚Kommunikation’ gesprochen werden kann. Dennoch berichtet Schulmeister von vielfältigen und unüberschaubaren Themenbeiträgen in den Foren. Weiters sind die Vortragenden selbst nicht in den Foren tätig, weshalb nur eine eingeschränkte Möglichkeit besteht, diese zu kontaktieren. Diese Reserviertheit der Lehrenden wird in einem weiteren Kapitel des Buches kritisch diskutiert (vgl. Schulmeister 2013: 38).

 

 

 

 

 

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