Reflexion zur Lehrveranstaltung

Was habe ich gelernt und mitgenommen?

Die Lehrveranstaltung ‚MOOCs‘ war eine ganz neue Erfahrung für mich, da ich noch nie zuvor an einer Online-Präsenz Vorlesung teilgenommen habe. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so gut funktionieren würde eine Lehrveranstaltung Online abzuhalten und dass sich doch so viele beteiligen und immer wieder neue und spannende Diskussionen entstehen können, obwohl die aller erste Online-Vorlesung noch etwas zurückhaltend seitens uns Studierenden ablief. Deshalb könnte mir in Zukunft auch nicht so richtig vorstellen die Mehrheit meiner Uni-Kurse komplett Online zu absolvieren, aber ich denke es wäre eine super Möglichkeit sich mit seinen Kommilitonen über beispielsweise bevorstehende Gruppen-Präsentationen auszutauschen und diese dann gemeinsam Online vor der Kamera zusammenzustellen. Denn wenn wir mal ehrlich sind, trifft man sich dann doch eher selten vor einer Uni-Präsentation mit den Gruppenmitgliedern –  es ist eher so, dass jeder seinen Teil auf ein Google Docs hochlädt und man so dann Schritt für Schritt seinen Teil abarbeitet und eine Power Point zusammenwürfelt. Jedoch zerfällt irgendwie die Kommunikation und die Gruppendynamik, da man sich einfach selten persönlich trifft – und genau hier könnte man solche Live- Meetings wie wir sie hatten, einsetzen!!

Bezüglich der Inhalte der Lehrveranstaltung konnte ich sehr viel Neues für mich mitnehmen. Man hat von vielen neuen digitalen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten, die in  in naher Zukunft auftreten könnten kurz etwas gehört oder gelesen, aber in der LV haben wir immer konkrete Beispiele gefunden und diese analysiert und geschaut ob sie denn auch Erfolg haben könnten. Wovon ich immer noch am Meisten begeistert bin ist diese Google-Translate App mit der man einfach Texte von einer Sprache in die andere digital verwandeln kann. Das hat mich sehr beeindruckt – denn man kennt Google Translate ja eigentlich schon so lange, aber eben nicht alle Möglichkeiten die es dabei noch gibt! Dieser Kurs hat mir sehr viel in diese Richtung gezeigt. Einziger Vorschlag von mir wäre noch, vielleicht auch Webinare mehr in die LV miteinzubeziehen, denn ich finde diese persönlich auch sehr spannend in Bezug auf ihre Anwendungsfelder.

 

Fazit zu meinen MOOCs:

Ich habe die MOOCs ‚Open Innovation‘ (FutureLearn) und ‚Social Computing‘ (Coursera) belegt. Ich habe mir bewusst 2 verschiedene MOOCs Anbieter Plattformen herausgesucht um Unterschiede oder Gemeinsamkeiten festzustellen. Insgesamt muss ich sagen hat mich der MOOC Open Innovation auf FutureLearn nicht so sehr begeistert, da man doch eher wenig Motivation dafür aufbringen konnte ihn komplett zu vollenden. Dies lag zum einen daran, dass teilweise Lerneinheiten sowie ganze Wochen des MOOCs einfach übersprungen werden konnten und trotzdem als ‚absolviert‘ gekennzeichnet werden konnten. Ich denke, dass aus solchen Gründen viele MOOCs nicht vollständig abgeschlossen werden. Ebenfalls konnte man sich einfach ein Zertifikat erkaufen ohne die Lerneinheiten komplett ageschlossen zu haben. Die Kommunikation zwischen den Teilnehmern in diesem Kurs ist mir aber positiv in Erinnerung geblieben. Es beteiligten sich sehr viele Personen an einzelnen Diskussionen unter den jeweiligen Aufgaben oder Übungen. Dies war bei meinem 2. MOOC ‚Social Compting‘ eher nicht der Fall. Dort waren Threads teilweise sehr veraltet – die letzten Posts und Diskussionen von Teilnehmern lagen teilweise Monate oder Wochen zurück. Positiv an diesem Kurs empfand ich jedoch , dass man seine Lerneinheiten komplett abschließen musste, um zur nächsten zu gelangen. Dies motiviert einen natürlich viel mehr weiter zu machen. Deshalb habe ich auch in diesen MOOC viel mehr Zeit investiert und mir Mühe gegeben meine Aufgaben rechtzeitig abzugeben – diese wurden sogar von Peers bewertet –  eine tolle Sache wie ich finde!! Man erhält direktes Feedback von anderen Teilnhemern, welche die selbe Aufgabe gelöst haben. Um im Gegenzug seine gelöste Aufgabe hochzuladen muss man jedoch auch zuerst andere Teilnehmer bewerten – dies erhöht zusätzlich die Motivation!

Alles in einem würde ich diese Lehrveranstaltung auf jeden Fall an andere Studierende weiterempfehlen!! 🙂

Reflexion Lehrveranstaltung

Insgesamt möchte ich die Lehrveranstaltung „Kommunikation in „Massive Open Online Courses“ (MOOCS)“ als sehr positiv bewerten.

Das Setting des Kurses (eigenständige Recherche von Themengebieten mit anschließender Diskussion in der Präsenz- bzw. Onlinelehrveranstaltung) trägt meines Erachtens zu einem sehr guten Bildungserfolg bei. Auch die Offenheit (bezogen auf die Wahl aus meist mehreren Themenbereichen pro Einheit, keine zu strikten Vorgaben in Bezug auf die abzugeltende Leistung) des Kurses unterstützt diesen Aspekt.

Wie ich bereits erwähnt habe bin ich grundsätzlich eher ein Anhänger von Präsenzlehrveranstaltungen, da ohnehin die meisten Vernetzungen mit KommilitonInnen über Medien geschehen und durch Face-to-Face Kommunikation zumindest ein wenig der Diskussionskultur aufrecht erhalten bleibt. Allerdings konnte ich mich auch mit den Online-Meetings anfreunden und finde diese unter gewissen Voraussetzungen (z.B. gegebene räumliche Distanzen) natürlich als sehr sinnvoll zur Kommunikation/Vernetzung/Kollaboration.

Noch einige Worte zu den besuchten MOOCs: Gestartet wurden der MOOC Social Media Analytics (Future Learn) und Amensty InternationalX (edx). Beide Kurse wurden etwa zu 50% absolviert. Meines Erachtens motivieren die Kurse etwas zu wenig, um diese auch letztendlich abzuschließen. Allerdings soll fairerweise auch erwähnt werden, dass mangelnde Zeitressourcen ein Faktor des nicht-fertig-absolvierens sein könnten.

Insgesamt war ich mit dem Kurs sehr zufrieden und würde ihn anderen Mitstudierenden weiterempfehlen.

 

 

Reflexion zur LV

Eindrücke zu den MOOCs, an denen ich teilgenommen habe
Im Rahmen der Lehrveranstaltung habe ich an zwei MOOCs teilgenommen. Bei diesen handelt es sich um einen Python-Coding-Kurs der Plattform Codecademy. Der zweite Kurs, “Social Media Analytics: Using Data to Understand Public Conversations”, war auf der Plattform FutureLearn verfügbar. Dieser wurde von Forschenden des Digital Media Research Centre der Queensland University of Technology in Brisbane, Australien, angeboten. Beide Kurse waren für mich sehr spannend, unterschieden sich aber auch sehr stark im Kursablauf und Aufbau. Ich hatte das Gefühl, dass auf FutureLearn der Austausch zwischen Lernenden stärker vorhanden war. Dies ist vor allem dadurch zu begründen, dass dort der Start- und Endzeitpunkt sowie die Gesamtdauer des Kurses festgelegt wurden. Um mit den Kursleitenden oder anderen Studierenden zu interagieren war es daher sinnvoll, dem Ablaufplan zeitgerecht zu folgen. Der größte Austausch zwischen Kursteilnehmenden (welcher bei FutureLearn in Form von Kommentaren unter den jeweiligen zu lösenden Aufgaben stattfindet), war in jenen Wochen festzustellen, in denen die Inhalte für die angekündigte Woche laut Kursprogramm behandelt wurden. Bei Codecademy können Kurse zeitlich unbegrenzt und uneingeschränkt gestartet werden, auch die Kursdauer wird nicht vorgegeben. Dadurch ist eine weniger intensive, zeitgleiche Kommunikation zwischen den Teilnehmenden festzustellen. Bei Codecademy wurde zur Lösung von anfallenden Problemen ein Forum angelegt, in welchem zu jedem Kursschritt Fragen gestellt und beantwortet werden können. Wer im Forum interagiert, wird zudem mit Badges belohnt. Die Kommunikationsform über das Forum wäre für einen Kurs, in welchem kritischer Austausch und die Entwicklung von eigenen Ideen und Forschungsfragen (dies war bei FutureLearn der Fall) gefördert werden soll, wahrscheinlich weniger sinnvoll. Im Fall des Python-Kurses ist es jedoch sehr angenehm, da das Forum von den meisten Teilnehmenden meist nur aufgesucht wird, wenn eine Aufgabe nicht bewältigt werden kann. Zur Lösung der jeweiligen, kleinen Arbeitsschritte bedarf es nicht zwingend einem intensiven, lebhaften Austausch, wie ich finde. In Einsteigerkursen, in welchen logische Fertigkeiten zu Programmiersprachen oder Ähnlichem gelehrt werden, empfinde ich es daher nicht als störend, dass es weniger synchrone Teilnahme und Kommunikation zwischen den Lernenden gibt. In diesem Fall finde ich die Art der Kommunikationsmöglichkeit aufgrund des Kursinhalts und des Kursniveaus als angemessen. Im FutureLearn-Kurs wurde Kommunikation auch außerhalb der Plattform gefördert, indem zur Verwendung des eigenen Kurs-Hashtags aufgerufen wurde. Auch eine Live-Konferenz auf Facebook wurde abgehalten, in welcher die Kursleitenden aufgetretene Fragen beantworteten. Aufgrund der höheren Komplexität des MOOCs war auf FutureLearn eine intensivere Diskussion notwendig, um Lernende zu unterstützen. Auch im Medieneinsatz unterschieden sich die Kurse stark voneinander. Während im Python-Kurs online im Browser gecoded werden konnte und alle Anweisungen textbasiert vermittelt wurden, setzte man im FutureLearn-MOOC stärker auf den Einsatz verschiedener Medien wie Bild, Video, Live-Stream oder Drittanbietersoftware. Im Fall von Codecademy empfand ich die Textlastigkeit jedoch als angenehm, da ich mir dadurch Vorgehensweisen öfter durchlesen konnte, ohne beispielsweise ein Video permanent stoppen und wieder abspielen zu müssen. Zusammenfassend ist also festzustellen, dass sich der Aufbau von Kursen nach dem FutureLearn-Prinzip sicherlich für eine Vielzahl von Inhalten eignet, dass in speziellen Fällen jedoch auch ein anderer Kursablauf und andere Kommunikationsmöglichkeiten denkbar sind, wenn diese den Strukturen und den Inhalten des Kurses gerecht werden.

Persönlicher Lernfortschritt und Ausblick zur weiteren Nutzung
Persönlich habe ich vor allem aus dem FutureLearn-MOOC Wissen beziehen können. Hier wurden Herangehensweisen vorgestellt, um Twitter-Daten zu sammeln und diese anschließend über eine Software auszuwerten. Dies war für mich insofern spannend, da ich die Methodik der Social Network- und Big-Data Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten an der eigenen Universität als zu wenig präsent im Studienangebot erachte. Da Kurse zu diesen Thematiken an der eigenen Fakultät nicht angeboten werden ist es sehr hilfreich, über MOOCs auf das Angebot anderer Universitäten zurückgreifen zu können, welche hier bereits einen Schritt weiter sind. Ebenso wurden in dem Kurs interessante Zeitungsberichte und wissenschaftliche Paper verlinkt, in welchen der sich wandelnde Umgang mit Öffentlichkeit und Privatheit oder auch die Potentiale von Hashtags zur Vernetzung sozialer Bewegungen thematisiert wurden. Persönlich könnte ich mir vorstellen, MOOCs zu nutzen, um mich im Bereich der Methoden und Vorgehensweisen rund um das Analysieren von Daten weiterzubilden.

Feedback zum LV-Aufbau
Die Lehrveranstaltung war im Großen und Ganzen sehr gut strukturiert, interessant und bot Raum, um die eigenen Interessen miteinzubringen. Besonders die Möglichkeit, selbst MOOCs auszusuchen, welche für mich persönlich relevant sind, steigerte meine Motivation, in diesen auch interessiert teilzunehmen. Durch die wöchentlichen Blogbeiträge und deren Diskussion in der nachfolgenden Einheit war der Workload über das gesamte Semester sehr gut verteilt und dadurch gut zu bewältigen. Auch den inhaltlichen Fokus der jeweiligen Beiträge fand ich meist sehr interessant, da ich dadurch auf verschiedenste, gute akademische und non-akademische Quellen gestoßen bin. Auch die Entscheidung, einige Einheiten digital abzuhalten, empfand ich als sehr praktisch, da ich mir aufgrund meines Wohnorts etwas außerhalb von Salzburg die Zeit der Anreise sparen konnte. Zugegebenermaßen war die Erfahrung des ersten Online-Meetings ein wenig befremdlich, da es in meinem Fall das erste Mal war, dass ich an einer LV auch aktiv partizipierend in digitaler Form via Videoübertragung teilgenommen habe. Dies hat sich jedoch mit den nachfolgenden digital abgehaltenen Kurseinheiten gelegt. Ich hatte den Eindruck, diese Zurückhaltung seitens der Studierenden war ein zweites Mal zu bemerken, als wir eine Lehreinheit für alle Interessierten geöffnet haben. Gründe dafür waren womöglich, dass mehrere Personen teilnahmen, welche über überdurchschnittliches Wissen und Expertise zur Thematik verfügten. Diese diskutierten intensiver mit. Ein weiterer Grund war womöglich die Abhaltung des Meetings auf Englisch. Um dem Eindruck des passiven Partizipierens der Studierenden entgegenzuwirken könnte man vielleicht andenken, vorab nicht nur Inhalte zum jeweiligen Thema sondern auch Fragen zu sammeln. Dies wird in anderen LVs (bei Elke Zobl oder auch Mark Eisenegger) bei der Abhaltung von Workshops mit externen Gästen so gehandhabt. Durch die Übermittlung der Fragen an den Vortragenden vorab könnten die Studierenden auf diese Weise mitwirken.

Blockchain als Zukunft der Zertifizierung

Sehr spannender Artikel

„Blockchain ist eine neue Technologie des dezentralen Webs und bisher vor allem im Zusammenhang mit der Währung Bitcoin bekannt. Zuletzt wurden Blockchain und verschiedene Anwendungsfälle auf der diesjährigen Re:publica thematisiert. Wir haben Shermin Voshmgir, eine der vortragenden Expert(inn)en und Gründerin des BlockchainHubs Berlin, gefragt, wie es um das Potenzial für den Einsatz von Blockchain in der (Hochschul-) Bildung steht.“

https://hochschulforumdigitalisierung.de/de/blog/blockchain-lernen-neu-erfinden-hochschule-shermin-voshmgir

 

Bildung als globaler Markt

In vielen Ländern steigt der Einkommensunterschied zwischen denen, die ein Universität Abschluss haben und denen, die es nicht tun. Dies führte zu einer Expansion von Hochschulbildungsangeboten. Folglich wurde die Hochschulbildung als ein gutes Business Model wahrgenommen.

Education is loosing ground as a public good to become simply another marketable commodity.

In jedem Markt herrscht Wettbewerb. Der Bildungsmarkt ist keine Ausnahme. Der guardian Beitrag berichtete schon 2007 um die Entwicklungen hinsichtlich der Bildung, die als globaler Markt wahrgenommen wird. „Education is a global market: distance learning is on the increase, and the far east is competing with the west for international students.”

“But while growth in the number of students travelling to traditional overseas markets such as the UK, US and Australia is slowing, education hubs are developing fast in other, new areas. Students from elsewhere in the far east are now travelling to China or Malaysia rather than the west in search of an international education, delivered either by state, or increasingly private, institutions.

This does not necessarily mean they want to study Chinese university degrees. Many still like a UK or US qualification but they don’t feel they need to go to the UK or US to get it.”

 

Ein positiver Aspekt ist sicherlich der Grad der Harmonisierung von Studiengängen und Abschlüssen, der einigermaßen stattgefunden hat. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder vor, dass einige ausländische Bildungsabschlüsse, trotz der Standardisierung weniger gewertet werden als inländische.

Quellen:

https://www.theguardian.com/education/2007/feb/20/highereducation.uk5

Carnoy, Martin (2014): Globalization, Educational Change, and the National State: In Stromquist, Nelly/Monkman, Karen (Hrsg.): Globalization and Education. Integration and Contestation across Cultures. Rowman & Littlefield: Plymouth.

Weins, Cornelia (2010): Kompetenzen oder Zertifikate? Die Entwertung ausländischer
Bildungsabschlüsse auf dem Schweizer Arbeitsmarkt. In:  Zeitschrift für Soziologie, Jg. 39, Heft 2, April 2010, S. 124–139.

Open Acccess an der Universität Salzburg

Ziel von Open Access ist es, wissenschaftliche Literatur und wissenschaftliche Materialien für alle Nutzerinnen und Nutzer frei zugänglich zu machen: kostenlos und möglichst frei von technischen und rechtlichen Barrieren.

Die Universität Salzburg hat 2014 die Berliner Erklärung mit der Zustimmung über den Zugang zu offenen Publikationen.

en-access/open-access-leitbild-plus.pdf

Die Universität Salzburg sieht es als Ihre gesellschaftliche Verantwortung an, den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literaur zu gewährleisten und ist bemüht die wissenschaftliche Produktion der Universität Salzburg so gut wie möglich frei zugänglich bereitzustellen.

Seit September 2016 haben Studierende und Mitarbeiter der Universität Salzburg Zugriff auf mehr als 2000 Springer-Publikationen. Auch kann man Publikationen von WissenchaftlerInnen der Universität Salzburg kostenlos in 1600 Hybrid-Zeitschriften des Springer Verlages veröffentlichen.

https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=65433

Nun ist hier die Frage ob es sich hierbei nur um open access für Studierende der Universität Salzburg handelt? Bekommen auch Nicht-Studenten Zugang zu diesen Publikationen und können Ihre wissenschaftlichen Arbeiten öffentlich zugänglich machen? Ich habe versucht nach Publikationen über das Thema „open access“ in der Uni-Bibliothek zu suchen, ohne Anmeldung komme ich zu keinen Volltexten. Entweder ich finde diese nicht oder es funktioniert tatsächlich ohne Anmeldung nicht. Handelt es sich hierbei dann tatsächlich um open access?

Gehe ich auf die Startseite der Uni Salzburg und gebe in das Suchfeld „open access“ ein, erhalte ich überraschenderweise Publikationen im Volltext die für alle sichtbar sind.

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Unter dem Reiter „news“ ist jeden Monat ein Artikel veröffenlticht worden.

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Die Artikel sind sehr interessant und behandeln verschiedene Themenbereiche. Schade ist, dass die Artikel meiner Meinung nach kaum ersichtlich sind. Ich wusste nicht, dass es Publikationen des Monats gibt, noch weniger wo ich diese finde. Wie gesagt, man muss schon explizit nach dem Begriff suchen.

 

Bildung als Markt

Der Bildungsbereich steht zum einen vor der Veränderung durch die einfacher werdende visuelle und technische Übermittlung von Informationen und Wissen (youtube, MOOC, Plattformen). Allerdings stehen Berufe und Ausbildungen ihrerseits vor der Herausforderung der Adaption oder Automatisierung durch digitale Techniken wie künstlicher Intelligenz.

 statistic_id546136_umsaetze-im-b2b-markt-fuer-weiterbildung-in-deutschland-2016.png

Deutsche Fachpresse. n.d. Umsätze im B2B-Markt für Weiterbildung (inkl. Tagung/Kongresse) in Deutschland im Jahr 2016 (in Milliarden Euro). Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/546136/umfrage/umsaetze-im-b2b-markt-fuer-weiterbildung-in-deutschland/.

 

Unter Experten werden unter anderen deswegen große Unternehmen und mittlere Unternehmen als die vielversprechendsten Zielgruppen angesehen. Insbesondere auch die Möglichkeiten und Anforderungen einer Industrie 4.0 könnten hier Einsatzmöglichkeiten bieten.

statistic_id164930_umfrage-zu-erfolg-versprechenden-zielgruppen-fuer-die-e-learning-wirtschaft-2016.png

MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung. n.d. Welche E-Learning-Zielgruppen sind in den kommenden drei Jahren für die E-Learning-Wirtschaft besonders Erfolg versprechend?. Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164930/umfrage/zielgruppen-von-elearning-in-deutschen-unternehmen/.

 

statistic_id203892_umfrage-zu-kommerziell-erfolgsversprechenden-e-learning-anwendungen-2016.png

MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung. n.d. Welche Anwendungen werden beim eLearning in den nächsten drei Jahren kommerziell sehr erfolgreich sein?. Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/203892/umfrage/erfolg-versprechende-zielgruppen-fuer-die-e-learning-wirtschaft/.

statistic_id597629_prognose-der-umsaetze-in-der-e-learning-branche-nach-regionen-weltweit-bis-2021.png

Ambient Insight. n.d. Prognose der Umsätze durch E-Learning weltweit nach Regionen in den Jahren 2016 bis 2021 (in Millionen US-Dollar). Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/597629/umfrage/umsatz-im-markt-fuer-e-learning-nach-regionen/.

statistic_id597704_prognose-der-umsaetze-in-der-e-learning-branche-nach-segmenten-weltweit-bis-2021.png

Ambient Insight. n.d. Prognose der Umsätze durch E-Learning nach Segmenten weltweit in den Jahren 2016 bis 2021 (in Milliarden US-Dollar). Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/597704/umfrage/umsatz-im-markt-fuer-e-learning-nach-segmenten-weltweit/.

 

 

Wert von Bildung? Titel-Inflation?

Um den Wert von Bildung einschätzen zu können, muss man zunächst die Rahmenbedingungen ansehen. Vorgaben und Zielsetzungen sowie Strukturprogramme führen derzeit zu höheren Akademikerquoten, wodurch es mehr Studierende gibt. Gleichzeitig ändern sich die Lehrpläne, weshalb man nicht von einer gleichbleibenden Qualifikation ausgehen kann. Das damit einhergehende Problem einer Titel oder Zertifizierungsinflation beschrieb Konrad Paul Liessmann bereits 2006 in einer zugespitzten Weise in Theorie der Unbildung. Eine ähnliche Entwicklung lässt sich neben vielfältigen, spezifischen und interdisziplinären Bachelorstudiengängen auch in Masterstudiengängen, oder auch in Master of advanced Studies (MAS) oder Certificate of advanced Studies (CAS) ablesen. Diese letzteren Angebote richten sich insbesondere an Berufstätige oder Personen mit Berufserfahrung und kosten mehrere tausend Euro, je nach Fakultät.

Statistisches Bundesamt. n.d. Anzahl der Studierenden an Hochschulen in Deutschland vom Wintersemester 2002/2003 bis 2016/2017*. Statista. Zugriff am 19. Juni 2017. Verfügbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/221/umfrage/anzahl-der-studenten-an-deutschen-hochschulen/.

 

Eine weitere Thematik ist die Gültigkeit von Wissen, das man erwerben kann. Entgegen einer Vorstellung, dass das gesamte Wissen zunehmend einfacher zugänglich sei, konstatiert Robert B. Laughlin eine Zurückhaltung von Wissen, aus ökonomischen oder sicherheitsspezifischen Überlegungen (vgl. Suhrkamp ).

Liessmann, Konrad Paul (2006): Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft. Wien: Paul Zsolnay Verlag

Laughlin, Robert B. (2008): Das Verbrechen der Vernunft – Betrug an der Wissensgesellschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.